Kochtöpfe und Wüstensand

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René Linke sammelte viele bleibende Eindrücke in der australischen Wüste.
Jede Menge roter Staub, 40 Grad Hitze, keine Duschen und schlafen unterm Sternenhimmel – fünf Wochen lang verbrachte René Linke in Australia‘s Outback. 3700 Kilometer im Geländewagen, sandige Pisten und unwegsames Gelände. Bei der Tour durch das Northern Territory immer im Gepäck waren: Rezepte, jede Menge Vorräte und natürlich eine Küche. Fragt man René Linke, was ihm vor allem von seiner fünfwöchigen Tour durch das Outback Australiens in Erinnerung geblieben ist, bekommt man keine eindeutige Antwort. Zu vielfältig sind die Eindrücke, die der 44-jährige Chef-Koch von Linke Catering aus Langenberg auf der Landrover Experience-Tour quer durch die Australische Wüste gesammelt hat.

Irgendwo im Nirgendwo wurde gekocht


Von einem „atemberaubenden Sternenhimmel“ ist da die Rede, Abenteuer pur, Schlafentzug, Lagerfeuerromatik und natürlich immer wieder von den „Herausforderungen irgendwo im Nirgendwo zu kochen“ und eine 50-köpfige Crew nicht nur satt zu bekommen, sondern dabei dem eigenen Anspruch von guter Küche auch gerecht zu werden. Und das hieß, so René Linke, oft genug: „Nicht kleckern, sondern klotzen!“
Island, Namibia, Kanada, Schottland – auch diese Experience-Touren hat René Linke schon begleitet, doch diesmal standen alle Beteiligten vor einer besonderen logistischen und auch nervlichen Herausforderung, überstieg die Tour doch in Art und Umfang alle anderen. „Ich konnte auf meine Erfahrungswerte der vergangenen Jahre zurückgreifen. Auf so einer Tour ist man nie nur Koch. Da wird jede helfende Hand gebrauch, egal ob Mechaniker oder Reifenwechsler. Und noch eins wusste ich: Mit kleinen Portionen wird sich am Ende eines anstrengenden Tages keiner zufrieden geben. Gut und viel war da die Devise“, so Linke. „Unter 200 Gramm Fleisch war hier alles Aufschnitt.“
Kein Wunder, bestand der internationale Konvoi, neben den 20 Geländewagen, doch zu 90 Prozent aus Männern. So liest sich auch die Verbrauchsliste der Tour: 100 Stück Ribeye, 60 T-Bonesteaks, 150 Lammkoteletts und 30 Kilogramm Hähnchenbrust – um nur die Fleischrationen zu nennen.
Gemeinsam mit den sechs deutschen Gewinnern, die diese Experience-Tour unter 5000 Bewerbern gewonnen hatten, startete der Tross in der australischen Stadt Darwin. Sein Ziel: Der berühmte „Ayers Rock“ im Südwesten des Norhern Territory. „Bis zu 400 Kilometer pro Tag unwegsame Pisten konnte das für die gesamte Crew bedeuten, abhängig von der Wegbarkeit des Geländes. Unvorhersehbare Ereignisse, wie Reifenwechsel, Festfahren oder Baumfällarbeiten inklusive“, so der passionierte Koch. Das Herzstück des Konvois bildete ein 20-Tonnen-Versorgungstruck. Kühlhaus, Froster, moderner Kombi-Ofen, Werkstatt, Ärztezimmer – alles unter einem Dach. „Egal ob Frühstück oder Abendessen, das Kochteam musste immer alles geben. Das war oft ein Knochenjob. Vor Sonnenaufgang (4.15 Uhr) aufstehen, Kaffee kochen, Brötchen, Croissants, Bacon, Rührei und Orangensaft fertig machen und bereit stellen – alles, was das Herz begehrt.“ Und abends dann Vier-Sterne-Küche: Garnelen-Pfanne mit grünem Spargel, Barramundi Filet mit Limetten Chilli-Oel, Pilzpfanne im Wok, Salat mit jungem Spinat, marinierten Kirschtomaten und Mango-Dressing. „Und natürlich nicht zu vergessen, gegrilltes Fleisch.“ Neben den gängigen Fleischsorten konnte da auch mal Känguru oder Krokodil dabei sein. „Einmal musste ich sogar mit einem Privat-Jet in die nächste Stadt geflogen werden, um unsere Vorräte aufzufüllen.“
Was bleibt sind Erinnerungen an: „Viele eindrucksvolle Momente, die Hilfsbereitschaft der Teilnehmer, Gespräche am Lagerfeuer, die Gemeinschaft in der Zeltstadt und dieser sagenhafte Sternenhimmel.“ Gefreut hat sich Linke trotzdem, als er wieder zu Hause war. Besonders darauf, sich den roten Staub unter der Dusche abzuwaschen.

Im TV:
Am Dienstag, 15., 22.,und 29. Dezember, um 23.15 Uhr, auf DMAX
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