Wirtschaft im Praxistest

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In Eigenregie führen die Schüler der Klasse „Wirtschaft und Verwaltung“ den Schülerkiosk.
Von der Idee über Personalführung, Buchhaltung und Marketing bis hin zur Erstellung des Firmenlogos lag alles in der Hand der Schüler. Und schon in den letzten Wochen vor den Ferien konnte sie in Betrieb genommen werden: Die schülergeführte „Snackeria“. Dichtes Gedränge herrscht an diesem Vormittag in dem Schülerkiosk „Snackeria“ im Regio-Berufskolleg. Fischer Kaffee, Softdrinks, Knabbereien, ein nettes Gespräch - der Kiosk erfreut sich großer Beliebtheit. Doch was nach Außen hin nach reinem Komfort für die Schüler aussieht, ist weit mehr.
„Die Schüler der Klasse ‚Wirtschaft und Verwaltung‘ hatten im Vorfeld die Aufgabe, sich über ein selbstgeführtes Schülerunternehmen Gedanken zu machen“, so Praxislehrerin Regina Fahrenholz. „Wir möchten für die Schüler eine gute Umsetzung der Theorie in die Praxis erreichen.“
Mit einer Umfrage brachten die Wirtschaftsschüler schnell in Erfahrung, was bei ihren Mitschülern gewünscht war. „Die meisten Schüler vermissten eine Möglichkeit, in den Pausen etwas für ihr leibliches Wohl kaufen zu können“, so Dennis Soika, Geschäftsführung der Schülerfirma. „Damit war die Entscheidung gefallen.“ Mit den 15 Schülern der Berufsfachschulklasse führte die Geschäftsführung der neu gegründeten Schülerfirma Bewerbungsgespräche, es musste entschieden werden, wer für welche Aufgabe innerhalb der Firma in Frage kommt. Die Bereiche Buchhaltung, Kassenbuchführung, Gewinn- und Verlust-Rechnung sowie der Jahresabschluss gehören ebenso dazu, wie die Planung von Werbung und die Auswertung von Verkaufsstatistiken und Umfragen.
Donnerstags steht der sogenannte Praxistag auf dem Unterrichtsplan. Dann werden die Arbeitsablaufpläne erarbeitet, das Zeitmanagement durchgesprochen und der Bestand überprüft.„Wir teilen die Verantwortung und treffen als Team Entscheidungen, auch wenn es mal verschiedene Sichtweisen gibt“, so Patrick Neumann, Buchhaltung. „Jeder kann seine Ideen in die Firma einbringen. So bleiben wir alle motiviert und übernehmen Personalverantwortung.“
Gestartet sind die Schüler mit ihrem eigenen Grundkapital. Seitdem verkaufen sie immer mittwochs in der ersten und zweiten Pause, Kaffee, Getränke und verpackte Snacks. „Wir gehen auch auf Kundenwünsche ein. Das Beste an der Schülerfirma ist der ‚Aha-Effekt‘“, so DennisSoika. „Wenn dir plötzlich ein Licht aufgeht und du denkst: ,Ach so, deshalb ist das so!‘, und die wirtschaftlichen Zusammenhänge klar werden.“
Nach den Ferien soll es auch frisch belegte Brötchen geben - vorher gibt es noch eine Belehrung gemäß Infektionsschutz. Wie der erwirtschaftete Gewinn sinnvoll angelegt wird, steht schon fest: Die Klassenfahrt soll davon finanziert werden.
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