Bürgerverein Langenberg fordert ausgewogene Nutzung des Bonsfelder Sportplatzes

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Velbert: Bonsfeld |

Bis zu 500 Flüchtlinge sollen nach dem Willen der Stadtverwaltung Velbert auf dem Gelände des Sportplatzes an der Uferstraße im Langenberger Ortsteil Bonsfeld untergebracht werden. Dafür soll die städtische Wohnungsbaugesellschaft dort Ein- und Mehrfamilienhäuser errichten. Dagegen rührt sich nicht nur Widerstand bei den Anwohnern, auch der Bürgerverein Langenberg setzt sich vehement dafür ein, das Neubaugebiet ausgewogener zu nutzen.
In einer Stellungnahme macht der Vorstand des Vereins seine Vorstellungen zur Zukunft des Gebietes deutlich:

Der Bürgerverein Langenberg hat sich auf seiner letzten Vorstandssitzung mit dem Thema Bebauung des Sportplatzes an der Uferstraße in Bonsfeld befasst. Grundlage waren die Beschlussvorlagen der Stadtverwaltung zur Aufstellung und zum Entwurf des Bebauungsplanes.

Weitere Nutzung als Sportplatz wäre am besten.

Man war sich einig: Die beste Nutzung wäre es, den Platz weiter den Sporttreibenden zur Verfügung zu stellen.
Ganz entschieden wehrt sich der Bürgerverein aber gegen die Zielsetzung, dort bis zu 500 Flüchtlinge unterzubringen. Entsprechende Pläne hatte die Verwaltung bekannt gegeben. Pro geplantem Reihenhaus wären dies 16 Personen, bei den ebenfalls geplanten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entsprechend weniger.

Ein Ghetto verhindert Integration.

Eine solche Massierung von Geflüchteten würde nach fester Überzeugung aller Vorstandsmitglieder zu einem sozialen Brennpunkt führen, der sich negativ auf ganz Velbert auswirken würde. „Wer ghettoartige Zustände erzeugt, schadet nicht nur der Umgebung, sondern vor allem den Zufluchtsuchenden selbst“ betonte der Vorsitzende Wolfgang Werner. Die Unterbringung von Flüchtlingen soll deren Integration fördern. Das Beispiel der ehemaligen Hochhaussiedlung „Am Nordpark“ in Velbert-Mitte zeige, dass jeder Versuch von Integration scheitere, wenn zu viele Probleme konzentriert würden. Die Nordparkhäuser mussten letztlich mit hohem Aufwand abgerissen werden, um den sozialen Brennpunkt zu beseitigen. An der Uferstraße dürfe man nicht denselben Fehler wiederholen. Mit der massiven Unterbringung von Geflüchteten würde die soziale Struktur im Ortsteil Bonsfeld vollständig überlastet, von den Anwohnern angefangen über Kindergarten und Schule bis hin zum kleinen Ortteilkern mit Geschäften und Gaststätten. Es wäre auch keine vorübergehende Ansiedlung. Bei so massiver Nutzung für Asylsuchende würden die Häuser beinahe unverkäuflich, so dass die Wobau als Eigentümer auch irgendwann einmal freigezogene Gebäude wohl kaum verkaufen könnte.

Bürgerverein fordert überwiegende Nutzung für einheimische Familien.

Immer unter der Voraussetzung, dass der Sportbetrieb nicht aufrecht gehalten werden kann, böte sich eine gemischte Nutzung von normalen Mietverhältnissen und Wohnungen für Asylsuchende an, bei der aber die erstere Verwendung weit überwiegen müsse, stellt der Vorstand fest.
Auch eine weitere Nutzung wurde angesprochen.

Warum nicht Aldi?

Warum, so ein Vorstandsmitglied, versuche man nicht, dass Gelände für die Ansiedlung des Aldimarktes zu nutzen. Das wäre inmitten des kleinen Gewerbegebietes auf jeden Fall besser als die Wohnbebauung. Und ein eventuelles Hochwasser, bei dem in der Vergangenheit schon mehrfach der Platz unter Wasser gestanden habe, würde Aldi sicher besser verkraften als dort wohnende Menschen.
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