Die Velberter Jugend formiert sich

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Die Schülervertreter aller weiterführenden Schulen in Velbert trafen sich mit Bürgermeister Dirk Lukrafka (letzte Reihe, Dritter von links) und Timo Schönmeyer (Bürgermeisterbüro, letzte Reihe, rechts) im großen Saal des Velberter Rathauses zur konstituierenden Sitzung des Schülerparlaments. Sie wollen künftig in der Politik mitmischen.
 

Ran an die Politik: Erstes Jugendparlament konstituiert sich in Velbert – Bürgermeister unterstützt Beteiligungsgedanken.

Schon im September vergangenen Jahres fasste der Rat der Stadt Velbert den Beschluss für die Einrichtung eines Schülerparlaments. Jetzt trafen sich die Schülervertreter im Saal Velbert zu ihrer ersten kostituierenden Sitzung. Nachdem sich vor vier Jahren die Stadtschülersprecher formierten, entstand in dessen Umfeld schnell die Idee, auch für alle anderen Schüler eine Institution zu gründen, die eine aktive Mitgestaltung des Velberter Stadtlebens ermöglicht.
„Die durchweg positive Resonanz innerhalb der Schülerschaft hat uns bei der Umsetzung unserer Idee, ein Schülerparlament ins Leben zu rufen, bestärkt“, so Nico Schmidt, „Mann der ersten Stunde“ und Mitinitiator. „Natürlich mussten wir im Vorfeld klären, wie ernst es die anderen Schüler denn meinen. Eine gewisse Konstanz und Zuverlässigkeit ist ja wichtig und nichts wäre schlimmer, wenn nach einem halben Jahr niemand mehr zu den Sitzungen kommt.“ Aber schnell war klar, „da gab es ganz viel Interesse und Motivation – auch schon bei den jungen Schülern“, so Natascha Petersilie, ebenfalls Wegbereiterin des Jugendparlaments. „Ja, und dann wurden auch schon die ersten Gespräche geführt. Allen voran natürlich das mit unserem Bürgermeister Dirk Lukrafka.“
Der zeigte von Anfang an großes Interesse und unterstützte die Schüler auf ihrem Weg maßgeblich. „Es ist wichtig für die Verwaltung, Input von den jungen Bürgern zu bekommen. Und das nicht nur bei Stadtthemen“, so Lukrafka. „Das muss ernst genommen werden und die Schüler müssen erkennen, dass sie an Planungs- und Entscheidungsprozessen der Stadt mitwirken können.“
Eng begleitet bei dem Entstehungsprozess des Parlaments wurden die Schüler von Timo Schönmeyer, Büro des Bürgermeisters.
Schmidt: „Wir hatten keine Ahnung, wie man sowas macht. Das Ganze musste ja in den Rat gebracht werden, eine Satzung musste erarbeitet werden – ein spannender Prozess, den wir ohne die Unterstützung der Verwaltung nicht geschafft hätten.“
Und auch jetzt, wo alles in „trockenen Tüchern“ ist, werden die Schüler nicht allein gelassen. Die Stadtverwaltung unterstützt das Schülerparlament unter anderem bei der Geschäftsführung und der Vor- und Nachbereitung der Sitzungen. Eine davon haben die Schüler nun schon hinter sich gebracht, diesmal noch unter Leitung von Dirk Lukrafka. Beim nächsten Mal sitzt dann das Sprecher-Team desJugendparlaments auf den Plätzen des Verwaltungsvorstands. Dieses wird am 12. Mai gewählt und dann geht‘s richtig los. „Wir suchen nach Themenschwerpunkten, beraten, was uns wichtig ist, was in die Ausschüsse soll“, so die Schülervertreter.
Positive Erfahrungen habe man bei verschiedenen Stadtentwicklungsmaßnahmen bereits gemacht. Hier seien Beteiligungsverfahren von Jugendlichen mehrfach durchgeführt worden, so Lukrafka. Außerdem sei das Jugendparlament eine tolle Gelegenheit zu erfahren, wie „Stadt eigentlich funktioniert“.
Unterstützung gab es auch von Seiten der Fraktionen. Rund 15 Vertreter der CDU und Velbert anders nahmen an der konstituierenden Sitzung des Jugendparlaments teil und signalisierten: „Wir nehmen euch ernst.“
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