Endlich neue Straße im Wohngebiet "Alte Poststraße" in Nierenhof

TBV Mitarbeiter Arnd Sulimma im Gespräch mit den Anwohnern.
Nach langem Hin und Her wähnen sich die Anwohner des Neubaugebiets „Alte Poststraße“ nun am Ziel ihrer Träume: Anfang des kommenden Jahres soll der Straßenendausbau in ihrem Wohngebiet beginnen. Ein Ortstermin mit Arnd Sulimma von den Technischen Betrieben Velbert (TBV) brachte für alle Beteiligten Klarheit.
Spärliche Straßenbeleuchtung, hervorstehende Kanaldeckel, hohe Fräskanten, kein geregelter Streudienst und eine katastrophale Parksituation. Mit diesem Zustand leben die Anwohner im Wohngebiet „Alte Poststraße“ seit rund fünf Jahren.
Ein persönliches Treffen mit den betroffenen Anwohnern und den TBV im Neubaugebiet sorgte für rege Diskussionen bei denen Arnd Sulimma vom Verkehrsmanagement der TBV den Bürgern Rede und Antwort stand.
„Anfänglich war der Straßenzustand akzeptabel. Eine ganz normale Baustraße eben. Doch mit der Zeit fühlten wir uns vom Bauamt „verschaukelt“. Immer wieder wurden die Anwohner bei Anfragen bezüglich des Baubeginns mit Terminen vertröstet, die dann verstrichen“, erläuterte Ralf Brinkmann die desolate Situation. „Erschwerend kommt hinzu, dass die Straßen beim Erwerb der Grundstücke mitfinanziert worden sind.“
Arnd Sulimma zeigte an diesem Nachmittag viel Verständnis für die Verärgerung der Anwohner, darunter viele Familien mit kleinen Kindern.
Seinerseits erläuterte er die Beweggründe der TBV für die Herauszögerung der Baumaßnahme und die sind in erster Linie finanzieller Natur.
„Im Sinne der Allgemeinheit ist auch das Baudezernat dazu angehalten mit seinen ihm zur Verfügung stehenden Mittel wirtschaftlich umzugehen. In diesem Fall heißt das konkret: Wir sahen es bisher nicht als sinnvoll an, die Straße auszubauen bevor die Hochbautätigkeiten weitestgehend, am besten vollständig abgeschlossen sind“, so Sulimma. „Durch die Verlegung der Hausanschlussleitungen müsste sonst die gerade neue Straße wieder aufgebrochen werden. Schwere Baumaschinen führen darüberhinaus zu einer Schädigung des Straßenkörpers.“ Da sich die Bebauung der einzelnen Grundstücke deutlich länger als erwartet hingezogen habe, habe man die beabsichtigte, endgültige Herstellung der Verkehrsflächen immer wieder verschieben müssen, so der TBV-Mitarbeiter.
Doch diese „Hinhaltetaktik“ wollten die Nierenhofer Bürger nun nicht mehr akzeptieren. Gerade von Seiten der Familien wurde bei dem Ortstermin der Aspekt der Sicherheit immer wieder angesprochen. Unfallgefahr durch die Fräskanten, unübersichtliches Parken und der stark eingeschränkte Räumdienst im Winter.
„Kein Fahrzeug will sich hier sein Räumschild an den hohen Kanaldeckeln kaputtfahren. Folge: Auch Krankenwagen erreichen die Häuser durch die extreme Hanglage nicht“, so Ralf Brinkmann, der schon seit Jahren mit den TBV in Kontakt steht. Jedes Jahr müssten die Eigentümer darüberhinaus Aufwendungen für die Befestigungen der einzelnen Häusereinfahrten erbringen. Grund: Die Bepflasterung der Zufahrten kann nicht zu Ende geführt werden, da das zukünftige Straßenniveau bisher nicht feststand.
Viele Argumente, die die TBV jetzt zum Handeln bewegt haben. Arnd Sulimma: „Der Endausbau beginnt Anfang des Jahres, wenn die Wetterverhälnisse es zulassen. Als erstes setzt die Baufirma die Randbefestigung, dann werden die Asphaltflächen hergestellt.“
Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt: Schriftlich kann Arnd Sulimma die Terminplanung nicht fixieren. „Erst muss der Verwaltungsrat den Wirtschaftplan genehmigen, dann steht der zügigen Beendigung des Endausbaus nichts mehr im Wege.“ Ein Anwohner brachte es zum Ende des Ortstermins treffend auf den Punkt: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“
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