Einbruchschutz durch Nachbarschaftshilfe und technische Sicherheit

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  Velbert: Forum Niederberg |

Im Kreis Mettmann scheitert laut Statistik nahezu jeder zweite Einbruch bereits beim Versuch. Darüber informierte Kreisdirektor Martin M. Richter bei der offiziellen Eröffnung der Aktionswoche "Riegel vor - sicher ist sicherer!" im Foyer des Forum Niederberg. 

Gemeinsam mit Mitarbeitern der Kreispolizeibehörde Mettmann und den "ASSen" vom Aktionsbündnis Seniorensicherheit informierten örtliche Handwerksbetriebe über unterschiedlichste Maßnahmen, um sich vor ungebetenen Gästen zu schützen. Der Auftaktveranstaltung in Velbert folgen in den kommenden Tagen weitere Aktionen. Ziel ist es, Bürger zu informieren und zu sensibilisieren, damit sie ihr Hab und Gut auch richtig schützen.

Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen

Schon seit Jahren ist die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen ein zentrales Thema in der bundes- und landesweiten Polizeiarbeit und damit natürlich auch im Kreis Mettmann. Für eine effektive und zielgerichtete Präventionsarbeit, eine verstärkte Beratung und die intensivere Sensibilisierung der Bevölkerung, wurde in NRW im Oktober 2011 das landesweite Präventionskonzept "Riegel vor! - Sicher ist sicherer" gestartet. "Mit Erfolg", wie der Kreisdirektor meint. Dennoch gibt es noch zu viele Bürger, die über das "Ich müsste mal..." hinauskommen und aktiv werden sollten. Wer die Impulse der Polizei nicht aufgreift, landet sonst womöglich noch bei einem "Jetzt ist es zu spät". Sind die Einbrecher einmal in der Wohnung, kommt es meist nicht nur zu einer finanziellen, sondern auch zu einer großen psychischen Belastung.

Vorsicht in der dunklen Jahreszeit

"Gerade mit Beginn der dunklen Jahreszeit kommt es erfahrungsgemäß zu einem saisonalen Anstieg von Wohnungseinbrüchen. Die vermehrt dunklen Tagesstunden im Herbst und Winter bieten Straftätern bessere ,Arbeitsbedingungen' und Gelegenheiten", so Martin M. Richter. Doch mit den richtigen Maßnahmen können Bürger sich effektiv schützen. Welche das sein könnten, das zeigten unterschiedliche Betriebe. An Vorführ-Fenstern und -Türen veranschaulichten sie, wie die verschiedenen Schließsysteme funktionieren und warum sich einige Schlösser besser eignen als andere.

Ebenfalls vor Ort waren die beiden "ASSe" Karsten Bangert und Helmuth Spathmann vom Aktionsbündnis Seniorensicherheit. Als ehrenamtliche, speziell dafür geschulte Seniorenbeauftragte sind sie mit Unterstützung der Polizei überwiegend auf Wochenmärkten und Seniorenveranstaltungen unterwegs, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist, sich zu schützen. "Sind die Einbrecher erst einmal in der Wohnung drin, haben sie gewonnen. Präventiv handeln, das ist die Prämisse", sagt Spathmann. "Im Gespräch fragen wir, ob alle Fenster und Türen über moderne Schließsysteme verfügen und verweisen bei Bedarf gegebenenfalls an Experten." In der Regel habe fast jeder eine Schwachstelle bei sich am Haus oder in der Wohnung, so die Erfahrung der "ASSe". "Wir informieren ebenfalls über Taschendiebstahl und geben Tipps, wie man sich davor schützen sollte", ergänzt Karsten Bangert. Die Geldbörse soll niemals oben und deutlich sichtbar im Einkaufskorb liegen, das weiß jeder. Doch achtet auch jeder darauf? "Nein! Das müssen wir leider immer wieder feststellen", so Bangert.

Mit all den Aktionen intensivierter Präventionsarbeit will die Polizei in dieser Woche Bürger verstärkt animieren, die vielfältigen Beratungsangebote zum Thema Einbruchschutz in Anspruch zu nehmen. "Gleichzeitig sollen die unnötigen, aber leider immer wieder erkennbaren Hemmschwellen in der Bevölkerung gesenkt werden, bei verdächtigen Beobachtungen die Polizei möglichst zeitnah unter der bekannten Notrufnummer 110 zu informieren", so Richter. "Nachbarschaftshilfe ist nämlich auch ein sehr wichtiges Werkzeug bei der Vermeidung von Einbrüchen."

Museum öffnete - kostenloser Eintritt

Thematisch passend öffnete das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum zu der Auftaktveranstaltung seine Pforten und jeder Interessierte konnte sich kostenlos mit der Historie von Schloss und Beschlag befassen. "Wir freuen uns, dass wir der Veranstaltung hiermit den passenden Ort und Rahmen geben konnten", so Kulturdezernent Gerno Böll, der seine Grußworte als Vertreter der Stadtverwaltung an die Gäste richtete.
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