„Bauer sucht Sau“

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Alexandra Gumpertz begrüßte die Besucher im Namen der Landjugend Neviges. (Foto: Ulrich Bangert)
Velbert: Deilbachsaal | Wenn die Landjugend Neviges zum Erntedankfest einlädt, ist kurzweilige Unterhaltung aus eigener Produktion garantiert. Die diesjährige Feier im liebevoll mit Strohballen, Äpfeln, Kürbissen, Mais und Efeu geschmückten Deilbachsaal an der Panner Straße machte da keine Ausnahme.
Traditionell ist der besinnliche Auftakt: Nach der Eröffnung durch die Jagdhornbläser unter Leitung von Horst Kromberg trug Ann-Christin Böllert unter der aus Weizenähren und Maiskolben gewundenen Erntekrone das Gedicht „Ernte im Herbst“ von Elke Bräunling vor. Der folgende, bebilderte Jahresrückblick dokumentierte die umfangreichen Aktivitäten der rund 60 Mitglieder. Neben turnusmäßigen Gruppenabenden, Exkursionen und Veranstaltungen ist die Landjugend fester Bestandteil der alljährlichen Ferienaktionen des Stadtjugendrings und des Kinderfestes am Schloss.
Für die musikalische Gestaltung des Programms hatte sich die Gruppe einige außergewöhnliche Tanzeinlagen ausgedacht. So begeisterten acht junge Damen als Bauchtänzerinnen, und Hardy Brocken und Markus „Werner“ Diers (der außerdem mit Heike Stiefeling durch das Programm führte) legten als Blues Brothers eine knackige, mit reichlich Beifall bedachte Choreographie aufs Parkett. Einen höchst pointenreichen Vortrag über das Partyleben der Landbevölkerung servierte Daniel Wirtz, der die Lacher reihenweise einsammelte.

Der Titel des kleinen Bühnenstücks „Bauer sucht Sau“ ließ bereits einiges erahnen: Jungbauer Fritz will wegen miserabler Milchpreise auf Schweinezucht umstellen und inseriert auf der Suche nach einer „gebärfreudigen Muttersau“ im Wochenblatt. Mutter Liesl hat indessen in derselben Ausgabe eine Kontaktanzeige aufgegeben, um den Filius endlich an die Frau zu bringen und in den Ruhestand zu gehen – komische Verwicklungen waren da unvermeidlich. Großartig in den Hauptrollen: Markus Diers als Jungbauer und Katrin Bobermin als dessen Mutter. Mit einem schwungvollen Liedermix samt Zugabe endete der Programmteil der Fete, die mit großer Tombola sowie Musik und Tanz weiterging.
Für den harten Kern war am frühen Morgen jedoch noch nicht Schluss: Ebenfalls eine Tradition ist das Eier-Essen, dieses Mal auf dem Hof von Familie Kampmann in Langenberg.
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