Die Kinder reden hier mit

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Eleonore Brengelmann, Leiterin der Awo-Kindertagesstätte in Neviges, freut sich über die finanzielle Unterstützung. Michael Kruse, Regionale Koordination des Deutschen Kinderhilfswerkes, überreichte ihr und den "Politikern von Morgen" einen Scheck in Höhe von 4.700 Euro.
Velbert: Awo-Kita Morgenland | „Politiker von Morgen“ heißt ein Projekt, das in der Awo-Kita "Morgenland" in Neviges mit den 80 Jungen und Mädchen der Einrichtung bereits seit November umgesetzt wird. Es besteht aus drei Bausteinen: Einer Fortbildung zum Thema „Partizipation von Kindern in der Kita und Kinderrechte“ des Teams, der Ausgestaltung eines Kita-Raumes zum Kinderparlament und der Etablierung eines Kinderparlaments als Methode für Demokratieerziehung.

"Die Fortbildung für uns Erzieherinnen hat bereits stattgefunden und auch ein Kinderparlament haben wir bereits gewählt", informiert Eleonore Brengelmann, Leiterin der Awo-Kindertagesstätte an der Tönisheider Straße 51. "Es besteht aus jeweils zwei Kindern jeder Gruppe." Gewählt haben die Kleinen selbst. "So bekommen sie schon früh ein Gefühl für Demokratie", sagt die Leiterin.
Und auch der Raum, in dem das Kinderparlament zusammenkommt und in dem darüber hinaus weitere Angebote zum Thema "Politiker von Morgen" stattfinden, nimmt langsam Gestalt an: Kleine Holzstühle sind in der Mitte zu einem Stuhlkreis aufgebaut, kindgerechte, bunte Landkarten hängen an den Wänden, an zwei Stellwänden werden die Kinder des Kinderparlaments vorgestellt und viele Bücher stehen in den Regalen. "Wir möchten die Kinder an Entscheidungen beteiligen und der ,gelebten Alltagsdemokratie' einen festen Platz einräumen. In gemeinsamen Entscheidungsprozessen haben die Jungen und Mädchen die Möglichkeit, ihre eigenen Interessen und Ideen zu verwirklichen", erläutert die Leiterin der Kita weiter.

Ein gesellschaftlich bedeutendes Projekt, das Vorbildcharakter hat und zur Nachahmung auffordert, findet Michael Kruse, Regionale Koordination des Deutschen Kinderhilfswerkes. Daher überreichte er auch einen Scheck in Höhe von insgesamt 4.698,45 Euro. „Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt sehr gerne das Projekt ‚Politiker von Morgen‘. Die Themen Beteiligung und Demokratieerziehung von Kindern sind zentrale Anliegen des Deutschen Kinderhilfswerkes. Denn so lernen Kinder, sich und ihre Belange einzubringen“, so Kruse.

Das Geld würde natürlich sinnvoll investiert werden, um die Kinder weiter zu fördern und das Thema "Politiker von Morgen" zu vertiefen, so Brengelmann. "Wir freuen uns sehr darüber, dass unserer Förderantrag beim Deutschen Kinderhilfswerk bewilligt wurde." Noch mindestens bis zum Sommer soll das Projekt fortgesetzt werden, wahrscheinlich aber sogar auch noch darüber hinaus. "Denn bisher ist die Beteiligung und Resonanz durchweg gut."

Hildegard Schröder, Geschäftsführerin und Leiterin des Fachbereiches Kinder bei der Awo des Kreises Mettmann erklärt: „Das Thema ‚Partizipation für Kinder‘ möchten wir mit vielen Ideen gemeinsam mit den Kindern weiterentwickeln. Kinder lernen nicht nur für die Zukunft. Sie haben schon jetzt viele Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnisse. Mit ihnen begegnen uns vielfältige Persönlichkeiten. Mit der Arbeit unserer Kindertagesstätte möchten wir Kindern Unterstützung geben, wenn sie sich Schritt für Schritt aufmachen, ihre Welt zu erkunden. Weil die Kinder unserer Einrichtung aus vielen Ländern, Kulturen und Religionen kommen, möchten wir mit ihnen ganz selbstverständlich Gemeinschaft leben. Es geht darum, dass Entscheidungen, die das Leben in der Gemeinschaft betreffen, gemeinsam getroffen werden müssen, es ist wichtig, gemeinsame Lösungen zu finden.“

Information:
-Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 1.740 Projekte mit insgesamt rund 5.276.000 Euro unterstützt.
-Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben.
-Es geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, Chancengerechtigkeit und fairer Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunder Ernährung oder kinder- und jugendfreundlicher Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, im Kita-Außengelände oder bei Spielplätzen.
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