Zuhause auf Zeit - Flüchtlinge werden in Sporthalle untergebracht

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Einzugsbereit: So sah es gestern Nachmittag in der Sporthalle Waldschlösschen aus, am Abend wurden die ersten Flüchtlinge erwartet. (Foto: Ulrich Bangert)
Velbert: Waldschlösschen | Seit Donnerstagnachmittag ist das Deutsche Rote Kreuz an der Sporthalle Waldschlösschen im Einsatz. Es gibt viel zu tun, denn bereits gestern wurde mit der Ankunft von 150 Flüchtlingen gerechnet. „Die Verfügung der Berzirksregierung Düsseldorf, so kurzfristig eine Unterkunft für 150 Flüchtlinge bereit zu stellen, hat uns schon überrascht“, sagte der erste Beigeordnete Holger Richter gestern in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Und kurzfristig scheint hier alles zu sein. Binnen 48 Stunden musste alles vorbereitet werden: eine Unterbringungsmöglichkeit musste gefunden werden, diese mit Betten, Stühlen, Bettwäsche und Hygieneartikeln ausgestattet werden, außerdem für die Verpflegung der Menschen gesorgt werden. „Mein Dank gilt dem DRK Velbert, das hier Unglaubliches leistet“, so Richter.
Denn viele Aufgaben haben die Ehrenamtler übernommen, neben der Einrichtung der Halle werden sie unter anderem die Flüchtlinge bis Montagfrüh in eigens aufgebauten Zelten mit Essen versorgen.

„Wir wissen nicht, ob Familien oder Einzelpersonen kommen, vielleicht sind auch unbegleitete Jugendliche dabei“, machte Richter deutlich, dass viele Überraschungen auf die Verantwortlichen warten. So konnte er auch nicht sagen, wann die Busse in Neviges ankamen und woher die Menschen anreisten.
Fest steht aber, dass sie nach maximal drei Wochen Neviges wieder verlassen werden, dann erfolgt die Zuweisung in eine andere Stadt. Entsprechend ist die Unterbringung auf drei Wochen ausgelegt. „Wir haben sofort mit den Sportvereinen, die die Halle nutzen, gesprochen und nach Lösungen gesucht. Wir versuchen, die Situation aufzufangen“, so Richter. Und auch der Schulbetrieb an der Hardenbergschule sei nicht groß durch die provisorische Flüchtlingsunterbringung beeinträchtigt. Hier würden noch Gespräche mit der Schulleitung geführt.
Fest steht auch, wer die Kosten für die Notunterkunft aufbringt: „Das belastet nicht den städtischen Haushalt, sondern die Kosten übernimmt die Bezirksregierung Arnsberg“, erklärte Richter.
Möglicherweise kann die Stadt Velbert sogar noch die Hallenmiete in Rechnung stellen, das will Richter prüfen.
Nach der Ankunft der Flüchtlinge stand zunächst eine „gesundheitliche Inaugenscheinnahme durch einen Arzt“ an. Dolmetscher waren vor Ort, halfen bei der Anmeldung. 24 Stunden ist ein Sicherheitsdienst vor Ort. Ab kommender Woche soll ein psychologischer Dienst vor Ort sein und die Menschen sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Wäsche zu waschen und zu trocknen. Zudem muss ab Montag ein neuer Caterer für die Verpflegung sorgen.
„Der Anfang ist gemacht, aber es bleibt noch viel zu tun“, sagte Richter.
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