Das Neanderland sieht bald rot

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Landrat Thomas Hendele (rechts) und Biennale-Intendant Uwe Muth stellten zusammen mit polnischen Musikern das Programm der „neanderland-Biennale“ 2013 vor. (Foto: Ulrich Bangert)
Vom 7. Juni bis 7. Juli beherrscht „ROT“ die „neanderland biennale 2013“, das Kulturgeschehen im Kreis. Landrat Thomas Hendele und Biennale-Intendant Uwe Muth stellten nun gemeinsam mit polnischen Musikern das Veranstaltungsprogramm vor.
„Rot wie die Liebe, das Blut, der Wein und die Rache“ schildert Sven Heubes, der Botschafter der Biennale von vor zwei Jahren, das Motto der Veranstaltung.
„Es wird gemordet, geliebt, geheiratet und Blut getrunken“, kündigt Biennale-Indendant Uwe Muth an und macht Appetit auf die 27 Veranstaltungen zwischen Rhein und Rinderbach.
Landrat Thomas Hendele stellt fest, dass jetzt bei der sechsten „neanderland Biennale“ das Theater im Mittelpunkt steht, angefangen hatte es als Chor- und Literaturfestival. Das Programm wurde bewusst im Oberschlesischen Landesmuseum in Hösel vorgestellt. Dort wird eine Brücke zu Polen geschlagen, das östliche Nachbarland ist offizieller Partner der Biennale. Nur durch eine internationale Kooperation war die Finanzierung des 300.000 Euro teuren Spektakels möglich, das ebenfalls durch einige Sparkassen unterstützt wird.

Drei Veranstaltungen in Heiligenhaus

Die Biennale-Organisatoren freuen sich über die deutsch-polnische Kooperation, denn kaum ein anderes Land hat so eine starke Straßentheaterszene wie Polen. Obwohl Intendant Muth sich einige Brocken polnisch angeeignet hat, verspricht er, dass jeder die Aufführungen verstehen wird.
Den Auftakt macht am 7. Juni das Theater KTO um 21.30 Uhr am Lavalplatz in Mettmann, das mit den Schauspielern und dem Publikum in einer Straßentheaterparade durch die Kreisstadt ziehen wird.
Einen Tag später, am 8. Juni, so gegen 22 Uhr nach Einbruch der Dämmerung, ist das KTO-Ensemble auf dem Basildonplatz in Heiligenhaus zu Gast. Inspiriert durch den Roman „Stadt der Blinden“ des portugiesischen Literatur-Nobelpreisträgers José Saramago bringen die Schauspieler ein Stück ohne Worte, aber es werden großartige, beeindruckende Bilder versprochen. Gezahlt wird nach dem Motto „Betaahl watt de häs“.
Am 9. Juni, 18 Uhr, gibt es im Lesecafé der Stadtbücherei Heiligenhaus, Hauptstraße 162, eine „Gebrauchsanweisung für Polen“. Die Schauspieler Anna und Sebastian Faust laden zu einem Parforce-Ritt durch die Klischees eines Landes ein und belehren die Zuhörer eines Besseren.
Am 26. Juni, 20 Uhr, bringt das Theater Schiemann im „Club“ Heiligenhaus den „Hamlet“ in vereinfachter Form und als Komödie auf die Bühne und das ist nicht nur was für Shakespeare-Kenner.
In Velbert gibt es nur eine Aufführung und das als geschlossene Veranstaltung: Bei der Darbietung „Waterman“ im Forum Niederberg steht eine Casting-Show im Mittelpunkt.
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