Lustiges aus der Nachbarschaft

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Sie wissen, dass das Thema „Nachbarschaft“ viel Zündstoff bietet: Denise Derkum (von links), Dieter Sander-Manzek, Frank Eerenstein, Ute Kranz und Kim Münster von der Musik- und Kunstschule Velbert sowie und Antje Häusler, Schulleiterin der Gesamtschule Velbert-Mitte.
  Fliegende Gartenzwerge, rausgerupfte Pflanzen, umgeworfene Blumenkübel und vor allem böse Worte am Gartenzaun - gerade nachbarschaftliche Beziehungen bieten viel Zündstoff. Das sieht auch das Team der Musik- und Kunstschule Velbert so, das zusammen mit rund 100 Jugendlichen aus Velbert, Heiligenhaus und Wülfrath derzeit an dem Musical „Grenzfälle“ arbeitet. In dem Stück soll es um genau diese Thematik gehen, heiter, dynamisch und lebendig werden die typischen Kommunikationsprobleme am Gartenzaun dargestellt.

„Wir erarbeiten wieder alles in Eigenregie“, betont Frank Eerenstein, Leiter der Musik- und Kunstschule Velbert. „Es handelt sich nicht um ein eingekauftes Stück, sondern um ein Projekt, das durch jeden einzelnen Jugendlichen mitgestaltet wird.“ Und das betreffe nicht nur den Inhalt der Komödie, sondern auch das Bühnenbild, das Orchester, die Werbung und mehr.

„Die lustige Geschichte, die erzählt wird, spielt in der Anlage eines Schrebergartenvereins“, so Denise Derkum, die für die Durchführung des Projekts verantwortlich zeichnet. „Hier wird Nachbarschaft auf kleinstem Raum gelebt, Welten prallen aufeinander und verschiedene Persönlichkeiten müssen miteinander agieren.“ Gemeinsam mit den 14- bis 19-jährigen Teilnehmern habe man bereits den groben Verlauf der Geschichte erstellt und die Rollen verteilt, nun würde an den einzelnen Details der verschiedenen Szenen gearbeitet werden. „Die Jugendlichen haben tolle Ideen, teilweise sogar lustige Geschichten aus der eigenen Nachbarschaft, die in das Stück mit einfließen“, so Ute Kranz, die sich um die Regie kümmert.

Und auch das Team, das das Bühnenbild erstellt, ist bereits fleißig am Werkeln. Unter der Leitung von Klaudia Anosike sind bereits erste Gartenzäune entstanden. „Überall sollen die Jugendlichen mithelfen und so sehen, was alles hinter solch einer Aufführung steckt“, sagt Eerenstein, der Wert darauf legt, dass das Projekt auch ein pädagogisches Ziel verfolgt. „Die Teilnehmer können ihre Stärken einbringen, das ist gut für das Selbstbewusstsein.“ Und auch der Teamgedanke käme natürlich nicht zu kurz.

Für das Musical „Grenzfälle“ kooperiert die Musik- und Kunstschule Velbert mit der Städtischen Gesamtschule Velbert-Mitte und der Musikschule Heiligenhaus, als weitere Partner unterstützen die Kultur- und Veranstaltungs-GmbH Velbert und der Kulturförderverein Velbert das Projekt. „Außerdem wird das Musical durch das Programm ,Kultur macht stark‘ der Bundesregierung gefördert“, so der Leiter der Musik- und Kunstschule weiter.

Ein weiterer Baustein, der das Musical ergänzt, ist das Filmprojekt „Hellhörig“, das Kim Münster mit rund 20 Jugendlichen durchführt. „Wir werden eine kleine Serie zum Thema ,Nachbarschaft‘ drehen, die auf das Musical einstimmt und online angeschaut werden kann“, erläutert Münster. Die erste Folge sei im März zu sehen.
Und anschließend würde alle 14 Tage eine neue Folge dazukommen, bis schließlich am 17. April im Forum Niederberg Premiere gefeiert wird.

Weitere Informationen:
-Premiere des Musicals „Grenzfälle“ ist am 17. April
-Weitere Aufführungen sind am 18. April; 19. April, 5. Juni, 6. Juni und 17. Juni
-Veranstaltungsort: Forum Niederberg.
-Jugendliche, die an dem Filmprojekt „Hellhörig“ teilnehmen möchten, das im November startet, können sich unter Tel. 02051/ 490780 anmelden
-Jugendliche, die an dem Bühnenbild mitarbeiten möchten, können noch dazustoßen: Infos unter Tel. 02051/490780
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