Velberter Ansichten: Manfred Bolz gibt neue Gegenüberstellung alter und aktueller Bilder Velberts heraus

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Manfred Bolz hat ein neues Buch „Velbert in alten und neuen Ansichten 2“ zusammengestellt. Es ist im Scala-Verlag erschienen, links Dr. Jutta Scheidsteger.
Ob Bausünde oder alte Baukunst, im neuen Buch „Velbert in alten und neuen Ansichten 2“ ist alles zu finden.
Manfred Bolz (66), Velberter Urgestein, hat eine große Sammlung historischer Fotos und Postkarten von Velbert. Vor drei Jahren hat er sein erstes Buch „Velbert in alten und neuen Ansichten“ herausgebracht, das sich dadurch auszeichnet, dass den alten Bildern jene aus der heutigen Zeit gegenüber gestellt werden. Jetzt, im zweiten Teil, gibt es auf 160 Seiten weitere Gegenüberstellungen.
„Ich verzichte bewusst auf lange Texte, lasse die Bilder sprechen“, sagt Bolz. Dabei ist sein Ziel, die Velberter Entwicklung aufzuzeigen, ohne den Zeigefinger zu erheben. Das braucht er auch gar nicht: Wenn er etwa die Judicksche Villa an der Friedrichstraße abbildet und daneben den Wohnblock aus den 70er Jahren, dann dürften die Betrachter unisono der Meinung sein, dass es sich um eine Bausünde handelt.
Bis in die 70er Jahre gehörte Schwerindustrie zur Velberter Innenstadt. Sieben oder acht Gießereien waren im Zentrum beheimatet, unter anderem auf dem jetzigen Omnibusbahnhof. „Wenn man da die Wäsche über Nacht draußen hängen hatte, konnte es passieren, dass man am nächsten Morgen wieder waschen musste. Schwarzer Dreck lag auch häufig auf den Autos.“
Überraschend häufig ähneln sich die Bilder aber auch: In der Fußgängerzone sind viele alte Häuserfassaden erhalten, auch die Blumenstraße hat sich kaum verändert. Mehr als 80 Jahre befand sich an der Langenberger Straße, gegenüber dem Zitronenbunker, eine Gaststätte. Zunächst hieß sie „Zum Frieden“, wurde im Zweiten Weltkrieg umbenannt in die „Blaue Grotte“. Zuletzt war dort das „Flux“ beheimatet, heute befinden sich dort die Clubräume eines Motorradclubs.
In seinen Vorträgen garniert Bolz viele Bilder mit Anekdoten und Geschichten, in dem Buch verzichtet er weitestgehend darauf.
„Zur Velberter Geschichte gibt es viele Bücher“, begründet der 66-Jährige. Seit 25 Jahren sammelt er Wissen über die Velberter Historie, hat alles, was es an Literatur gibt, gelesen. „Dabei war Geschichte in der Schule ganz furchtbar für mich“, erinnert sich Bolz.
Mit den „Ansichten“ möchte er seine Sammlung mit Interessierten teilen - und hofft, dass die Neuerscheinung ebenso gut ankommt wie Teil eins. Knapp 1700 Bücher wechselten den Besitzer, Teil zwei ist zunächst in einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen und im Buchhandel erhältlich. „Der Erlös kommt übrigens karitativen Einrichtungen zu Gute“, betont Bolz.
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