Von der Klofrau zur Prinzessin - Jecke Regentschaft übernimmt die Macht

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Velbert: Karsten's |

Wenn ein Oberhaupt kommt, kündigen dies schmetternde Fanfaren und Trommler an.

So war es auch bei der Prinzenproklamation in Velbert: Als Stadtprinzenpaar regieren ab sofort Frank II. und Steffi I.
„Ich war die erste Klofrau von Prinzessin Nicole und jetzt bin ich selber Prinzessin“, beschreibt Steffi ihren Aufstieg in den Narrenadel. Frank II. war im vergangenen Jahr im Gefolge von Thorsten Spiller und haute mit dem Hammer auf den Amboss, damit Thorsten I. und Birgit I. die Hämmerchenpolka tanzen konnten. „Boller“ wird der neue Prinz auch genannt, bei den Highland Games schmeißt der „Birther Jung“ die Baumstämme. Zum Karneval kam er mehr oder weniger durch seine Frau, die gerne tanzt und sich seit Jahren in der KG Große Velberter engagiert.
Wie es sich für richtige Herrscher gehört, verkündeten sie gleich nach ihrer Inthronisierung die elf Gebote, die bis Aschermittwoch in ,Groß Velbert‘ gelten. Der Kämmerer muss ab sofort auf die Einnahmen aus den Knöllchen verzichten, denn die Politessen müssen sich am ZOB aufstellen und Spenden für die kommenden Prinzenpaare sammeln. Weil die Stadtoberen sich nicht einigen können, was mit dem Herrenhaus des Hardenberger Schloss passiert, wird dort ein bergisches Karnevalsmuseum eröffnen. Närrisch soll es auch im Langenberger Bürgerhaus zugehen: Elf Jahre lang finden dort kostenlos Karnevalsveranstaltungen statt. Sonn- und Feiertags wird ab 20 Uhr der Strom abgeschaltet, „damit die Velberter für den karnevalistischen Nachwuchs sorgen“.
Ex-Prinzessin Nicole Zander tat dies bereits und hat ihre närrischen Gene an Tochter Lia weitergereicht. Die Achtjährige wollte unbedingt Kinderprinzessin werden, aber es fehlte ihr der Prinz dazu. „Da hat sie einfach ihren Schulfreund Jamari aus der Dino-Klasse der Birther Grundschule gefragt“, so die Prinzessinnenmutter über ihre forsche Tochter. „Jamari will gerne ihr Prinz sein, die Eltern sind auch einverstanden“. Jetzt sind sie die Kindertollitäten und haben in den kommenden Wochen viele Termine, da bleibt keine Zeit, um daheim aufzuräumen. Das Problem ist einfach gelöst: In ihren elf Geboten werden die Eltern dazu verdonnert, sich um die Kinderzimmer zu kümmern.
Und Festausschussvorsitzender Pascal Kolter braucht sich keine Gedanken um ein Kostüm zu machen: Er muss sich zum Rosenmontagszug als Indianerhäuptling verkleiden.
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