30 Jahre Mutmacher und Hoffnungsträger

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„Unsere Bewohner stören nie“, sagte Heimleiter Klaus Singbeil auf der Feier.
Seit nunmehr 30 Jahren ist Klaus Singbeil für das Seniorenzentrum Velbert des Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Einsatz. Wie der jetzige Heimleiter und Geschäftsführer seine Aufgabe versteht, wurde bei einer kleinen Feierlichkeit zu seinem Dienstjubiläum deutlich.
„Störe ich?“, fragte ganz schüchtern eine Bewohnerin, die einige Minuten zu spät zum Festakt kam und während der Laudatio des Aufsichtsratsvorsitzenden Heinz Schemken ihren Platz suchte. „Sie stören natürlich nicht“, antwortete Klaus Singbeil. „Bewohner stören nie, denn sie sind hier der Mittelpunkt.“
Im Jahr 1984 fing Singbeil im Seniorenzentrum an, frisch mit dem Examen der DRK-Bundesschule in Meckenheim in der Tasche. Seitdem ist viel Zeit vergangen: Klaus Singbeil sah Mitarbeiter wie Bewohner kommen und gehen und ist heute Heimleiter und Geschäftsführer der Einrichtung.
Als einen Dienst am und für den Menschen versteht Klaus Singbeil seine vergangenen 30 Dienstjahre. Ein Zeitraum, in dem sich in der Pflege viel geändert hat, die Aufgaben größer und anspruchsvoller geworden sind. Daran erinnerte auch der ehemalige Velberter Bürgermeister Heinz Schemken in seiner Dankesrede: „Diese Entwicklung haben sie, Herr Singbeil, in diesem Haus begleitet und mitbestimmt. Sie sind damit Hoffnungsträger und Mutmacher zugleich.“
Denn die Aufgaben in der Pflege werden mit einer alternenden Gesellschaft nicht kleiner. Daran erinnerte der Jubilar: „Wir sind an einem Wendepunkt. Wir sind in der stationären Pflege gut aufgestellt, aber die Zeiten ändern sich. Wir werden neue Konzepte, neue Wohnformen entwickeln müssen.“
Diese Zukunft will der Jubilar noch einige Jahre mitgestalten. Wobei er den richtigen Zeitpunkt zum Abschied nicht verpassen will. „Nach 30 Jahren muss man aufpassen, dass es nicht heißt: ,Der Alte ist ja immer noch da‘. Oder: ,Der hat keine Ideen mehr.‘“
Doch das ist Zukunftsmusik, in einem kleinen Kreis wurde das Dienstjubiläum begangen. Ganz unauffällig, wie es sich Klaus Singbeil gewünscht hatte: „Ich stehe nicht gerne im Vordergrund, dafür haben wir zu viel zu tun.“
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