Alp-Träume und vieles mehr: Musikzug der Velberter Feuerwehr fetzte am Wochenende musikalisch um die Welt

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(Foto: Bangert)

Dass ein Ensemble seinen Zuhörern „Alp-Träume“ beschert, ist eher ungewöhnlich und war eine der - durchweg positiven - Überraschungen, die Klaus Poerschke, Zugführer des Feuerwehr-Musikzuges den Besuchern der Konzerte im Advent angekündigt hatte.

Als roter Faden zog sich dieses Mal das Thema „Tänze“ durch das Programm, das geographisch um die Welt und bis zu den Sternen des Starlight Express führte. Nach dem „Feierlichen Einzug“ von Richard Strauß begab sich das Blasorchester unter Leitung von Armin Jakobi mit den stimmungsvollen „Armenischen Tänzen“ von Alfred Reed sogleich ins Thema. Gruselig wurde es beim „Danse Macabre“: Gelungene Soli von Querflöte, Klarinette und Saxophon zeigten im perfekten Verbund mit dem Spiel des Ensembles, dass auch ein Blasorchester eindrucksvoll die Stimmung von Camille Saint–Saëns‘ ursprünglich für Gesang und Klavier geschriebener symphonischer Dichtung über einen diabolischen Totenreigen wiedergeben kann. Während die Suite „Hymn of the Highlands“ mit Variationen des bekannten „Highland Cathedral“ in schottische Gefilde führte, beschloss mit „Rosamunde“ ein echter Gassenhauer den ersten Teil. Einen fliegenden Start legte der Musikzug nach der Pause hin: Während die letzten Zuschauer noch Platz nahmen, legten die Schlagzeuger auf ihren Instrumenten bereits mit südamerikanischen Rhythmen los. Nach und nach zog das Ensemble ein – mit Fußballtrikots, Schals und Hüten in den Nationalfarben mehr Fans als Musiker – und intonierte Barry Manilows „Cobacabana“. So lebte der Freudentaumel der gewonnenen Fußball-Weltmeisterschaft noch einmal auf.
Die passende Begleitung hatte der Musikzug für „Lord of the Dance“ engagiert: Nach dem gefühlvollen Intro von Susanne Pagel an der Tin Whistle begeisterten zehn junge Damen der Tanzgalerie Kettwig durch eine mitreißende Tanzeinlage. Riesenapplaus war der Dank, eine Zugabe unvermeidlich. Denselben Lohn empfing Carola Beukenbusch, wie eine Czardas-Fürstin in feuerrotem Kleid, für ihr Tuba-Solo beim Czardas. Ohne Tango wäre ein Streifzug durch die Tänze der Welt unvollständig, mit dem „Libertango“ von Astor Piazzolla entzündete der Musikzug ein weiteres südamerikanisches Feuerwerk.
Ob jemals zuvor im Forum Niederberg ein Alphorn erklang? Solist Roland Pütz musste ein wenig jonglieren, um das über 3,50 Meter lange Instrument auf die Bühne zu bringen.
Er setzte mit dem „Bergischen Landtrachtrockwalzer“ und der „Alp-Träume Polka“ einen begeisternden wie ungewöhnlichen Schlusspunkt hinter das Thema Tänze, bevor das Konzert mit traditionell weihnachtlichen Melodien zu Ende ging.
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