Besuch des NWA-Fest litt etwas unter dem Kaiserwetter

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Werkstattleiter Thomas Bruck (Mitte) erläuterte die Tätigkeiten in der NWA.
Velbert. Vermutlich wegen des Bilderbuchwetters war das „NWA-Fest“ der Niederbergischen Werkstatt zur Arbeitsförderung (NWA) Velbert in diesem Jahr nicht so gut besucht, wie in den Jahren zuvor. Aber diejenigen, die den Weg in die Werkstatt gefunden hatten, kamen auf ihre Kosten.
Besonders bei den Betriebsrundgängen durch das Innere der NWA konnte man interessante Dinge erfahren. Mitarbeiterin Anne B. erzählte von der Arbeit in ihrer Gruppe: „Es gefällt mir gut hier. Die Arbeit ist meistens angenehm und ganz gut zu schaffen, manchmal aber auch knifflig und auch schonmal langweilig.“ An einer Stelle des Raumes, in dem sie arbeitet, wird für einen Kunden ungerösteter Kaffee abgewogen, verpackt und direkt an den Endverbraucher versendet. Dazu ergänzte Anne B.: „Nächste Woche besuchen wir eine Kaffeerösterei und schauen uns an, was mit den Bohnen passiert, die wir von hier aus verschicken.“
„Da die Arbeiten häufig wechseln, verlangen wir von den Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität“, erklärte Werkstattleiter Thomas Bruck. „Dabei achten wir darauf, dass niemand überfordert, aber auch niemand unterfordert wird. Die Arbeit wird an die Mitarbeiter angepasst.“
Der nächste Raum ist für verschiedene Aufträge aus dem Bereich Elektromontage eingerichtet. Es werden Industrie-Hupen, Signallampen und spezielle Telefonhörer montiert. Im nächsten Raum werden für einen bekannten deutschen Kaffee-Einzelhändler, der in seinen Geschäften auch andere Waren anbietet, gerade 16.000 Spülschrank-Regale konfektioniert. In der Montage-Halle für Kinderfahrzeuge der PUKY GmbH werden momentan vor allem Laufräder gebaut. Hier müssen die Mitarbeiter besonders auf die Qualität achten, die vom Kunden gefordert wird. „Jeder macht nicht nur seinen eigenen Arbeitsschritt, sondern kontrolliert gleichzeitig auch den vorherigen des Kollegen oder der Kollegin“, sagte Thomas Bruck.
Auch in der Schreinerei bekamen die Besucher eine große Bandbreite an Tätigkeiten zu sehen, von einfachen Montage- bis zu komplizierten Maschinenarbeiten. Andreas Dühr, Leiter der Holzbearbeitung in der NWA, erklärte: „Mit dem Neubau der NWA 2004 wurde die Schreinerei einschließlich der Mitarbeiter aus der WFB Velbert am Flandersbacher Weg hierher verlagert. Deshalb haben hier zunächst nur Menschen mit einer geistigen Behinderung gearbeitet. Das hat sich im Laufe der Zeit geändert und derzeit ist die Schreinerei die einzige Abteilung der WFB Werkstätten, in der je zur Hälfte Mitarbeitern mit einer geistigen Behinderung und mit einer psychischen Erkrankung arbeiten. Und die Zusammenarbeit funktioniert gut“, so Dühr.
Am CNC-Bearbeitungszentrum zeigte Gruppenleiter Volker Arvelase, wie PC-gesteuerte Prozesse gleichzeitig mehrere Säge- und Fräsarbeitsschritte machen. Im Auftrag einer anderen Schreinerei werden hier gerade 5000 Sterne gesägt und gefräst, die im Winter als Dekoration in den Schaufenstern einer Einzelhandelskette stehen werden.
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