Das Ende einer Ruine

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Dr. Jan Heinisch (links) übergab gestern die Abrissgenehmigung an den neuen Eigentümer des Dörrenhaus-Geländes, Günther Simon von der GS-Immobilien GmbH (Zweiter von links). Ebenfalls dabei waren (von rechts) Manfred Gries, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, Harald Flügge, Technischer Beigeordneter, Marie-Theres van Wahsen, Fachbereichsleiterin Bauaufsicht und Eugen Bialon, Architekt.
Knapp 50 Wohneinheiten und „stilles Gewerbe“ sollen auf dem Dörrenhaus-Areal entstehen.

Produziert wird schon lange nichts mehr auf dem Gelände der ehemaligen Firma Dörrenhaus in Hetterscheidt. Seit zehn Jahren steht das Gebäude leer. Jetzt rücken die Abrissbagger an.
Gestern übergab Bürgermeister Dr. Jan Heinisch die Abrissgenehmigung an den neuen Eigentümer, die GS-Immobilien GmbH mit Sitz in Wuppertal und Düsseldorf. „Bis Ende des Jahres sollen die Abrissarbeiten inklusive Entsorgung der Altlasten abgeschlossen sein“, kündigte Projektleiter Günther Simon optimistisch an. Im neuen Jahr soll dann mit der Umsetzung der Pläne für das 14.500 Quadratmeter große Grundstück zwischen Pinner- und Velberter Straße begonnen werden. Der Heiligenhauser Architekt Eugen Bialon hat eine gemischte Wohnbebauung vorgesehen: An der Pinner Straße soll auf ca. 3500 Quadratmetern Platz für „stilles Gewerbe“ entstehen, zum Beispiel Büros und Lager. Unterbrochen durch eine neu zu errichtende Zufahrtsstraße, sollen daran Doppelhaushälften anschließen, die jeweils etwa 120 Quadratmeter Wohnfläche aufweisen.
An der Velberter Straße sind drei Stadthäuser mit Eigentumswohnungen geplant - „sie sollen sich in den Dorfcharakter integrieren“, sagte der Architekt. „Sie könnten eine Alternative sein für ältere Menschen, die sich kleiner setzen, aber ihren Stadtteil nicht verlassen wollen“, ergänzte der Bürgermeister.
An der Schürhofer Straße und auf der gegenüberliegenden Grundstückseite sind Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen vorgesehen. „Nach jetzigem Stand könnten auf einer Fläche von etwa 11.000 Quadratmetern knapp 50 Wohneinheiten entstehen“, fasste Architekt Bialon zusammen.

Jetzt muss das entsprechende Baurecht geschaffen werden, bevor das Projekt umgesetzt werden kann.

Geht es nach Heinisch und dem Technischen Beigeordneten Harald Flügge, wird dies schnell geschehen: „Wir freuen uns sehr darüber, dass eine weitere Brache aus dem Stadtbild verschwindet.“
Auch Günther Simon ist voller Tatendrang. „Die Lage ist fantastisch, die Nähe zu Düsseldorf, eine gute Infrastruktur und nicht zuletzt die Autobahnanbindung sprechen für diesen Standort.“ Deshalb hat sich die GS-Immobilien GmbH dazu entschlossen, nicht nur das Areal zu kaufen, sondern auch 41 Millionen Euro in Hetterscheidt zu investieren.
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