Den Horizont erweitern und der Natur auf der Spur - Nevigeser auf Abenteuerreisen

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Den Horizont erweitern, nicht nur seinen eigenen, sondern auch den seiner Mitmenschen - das ist das Ziel von Sven Brüggemann aus Neviges. Der 29-Jährige erlebt und sieht bei seinen abenteuerlichen Reisen nicht nur viel, er macht zusätzlich auch auf mehr Umweltbewusstsein aufmerksam.
    Die Umwelt schonen und bewusster mit den natürlichen Ressourcen umgehen, Müll vermeiden oder zumindest wiederverwerten - das sind Themen, die nicht nur Politiker, sondern inzwischen alle Bürger beschäftigen. Immer häufiger hört man vom ,ökologischen Fußabdruck', den wir durch unser Handeln hinterlassen. Ebenfalls Spuren hinterlassen - und zwar in der Denkweise seiner Mitmenschen - das möchte Sven Brüggemann. Der 29-Jährige, der in Neviges aufgewachsen ist, macht sich demnächst auf eine abenteuerliche Reise: In nur vier Wochen möchte er mit dem Fahrrad Island umrunden. Insgesamt 1.500 Kilometer will er so zurücklegen, autark und umweltbewusst.

"Außerdem möchte ich für jeden Kilometer mindestens einen Euro an den Verein ,Cradle to Cradle' spenden", so Brüggemann. Dabei handelt es sich um einen Verein, der sich für genau diese Themen einsetzt: Die Ressourcen der Natur wertschätzen und sinnvoll nutzen, Müllvermeidung, Recycling und Ähnliches. "Ich bin im Rahmen meines Studiums bei einem Workshop auf den Verein aufmerksam geworden. Nun möchte ich meine Reise damit verbinden, diese Arbeit zu unterstützen."

Weitere Sponsoren gesucht

Damit dieses Vorhaben gelingt, sucht der 29-Jährige noch Sponsoren. Vor allem Geldspenden, aber auch einige Sachspenden würden ihm weiterhelfen. Schließlich wird eine hochwertige Camping-Ausrüstung sowie entsprechendes Zusatz-Material für sein Fahrrad benötigt. "Ich freue mich über jeden, der mich unterstützt, egal ob große Firmen oder Privatleute." Durch Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) sind die ersten Euros bereits zusammengekommen, vor allem sein Internet-Video, in dem er über die Radtour und sein Ziel informiert, haben Leute zum Spenden animiert. "Auch während meiner Tour durch Island möchte ich alle auf dem Laufenden halten, in einem Blog wird es Fotos zu sehen und Reiseberichte zu lesen geben. So kann jeder mitverfolgen, wie ich bei Wind und Wetter die 1.500 Kilometer zurücklege, wie ich an den verschiedensten Orten campe, welche Herausforderungen sich mir stellen und welche Menschen ich in den vier Wochen kennen lerne", so Brüggemann. "Und selbstverständlich will ich aufzeigen, welche Schönheiten die Natur Islands zu bieten hat." Rund 70 Kilometer täglich möchte er fahren, so zumindest der Plan, entscheidend für ihn ist, dass er sich CO2-arm fortbewegt.

Viele Reisen in den vergangenen Jahren

Reisen - das ist für Sven Brüggemann generell eine große Leidenschaft. Bereits nach seinem Abitur, das er im Jahr 2007 an der Gesamtschule Velbert-Mitte ablegte, zog es ihn in die Ferne. Als leidenschaftlicher Surfer suchte er dabei zunächst immer die Nähe zum Meer. "Ich ging daher für ein Jahr als Zivildienstleistender nach Norderney", so Brüggemann. Darauf folgte ein Jahr in Griechenland (Rhodos) und eine umfangreiche Reise nach Südafrika. "Schließlich begann ich in Rostock mein Studium." Sein Fleiß und ein daraus resultierendes Stipendium ermöglichten es ihm, einen Teil der Bachelor-Phase in Australien (Perth) zu verbringen. Auch ein Praktikum in China gehörten zu seinen bisherigen Stationen. Schließlich folgten die Bachelor-Arbeit und der Beginn der Master-Phase in Aachen. "In Aachen konnte ich als Organisator eines Charity-Events Geld für die Hilfsorganisation ADRA sammeln", erinnert er sich. Doch auch dort hielt es Sven Brüggemann nicht lange, ein weiteres Stipendium führte ihn nach Santa Barbara (Kalifornien). Seit einem dreiviertel Jahr hat der Nevigeser auch den Master erfolgreich in der Tasche und wird darüber hinaus ab September nach San Diego gehen, um zu promovieren.

Ehrenamtliche Arbeit mit Grundschülern in Guatemala

Die Zeit dazwischen nutzt er - wie sollte es auch anders sein - um an die verschiedensten Orte zu reisen. So ist er derzeit noch in Guatemala, um Spanisch zu lernen und Grundschülern ehrenamtlich Englisch beizubringen. Den Weg dorthin bestritt Brüggemann natürlich auch CO2-arm. Mit drei weiteren Reiselustigen überquerte er den Atlantik. "Mit einem großen Segelboot ging es vergangenen September von Frankreich aus vorbei an den Kanaren, dann rüber zu den kapverdischen Inseln und bis nach Saint Lucia, einem Inselstaat in der Karibik. "Im Rahmen dieses Segeltörns nahmen wir auch an einer Regatta teil, bei der 75 Boote über zwei Etappen gegeneinander antraten. Zu meiner Überraschung belegten wir bei einer Etappe den ersten und bei der anderen den zweiten Platz."

Es folgten Las Vegas und Mexiko

Nachdem er im Dezember wieder festen Boden unter den Füßen hatte, waren auch noch ein kurzer Aufenthalt in Las Vegas und eine Reise entlang der Westküste der USA sowie durch Mexiko möglich, um schließlich nach Guatemala zu kommen. Ende Mai wird er für zwei Wochen nach Neviges kommen, um die letzten Vorbereitungen für seinen Island-Trip zu treffen. "Und am 8. Juni geht es dann wieder los!"

Informationen:
-Sven Brüggemann erläutert in folgendem Video sein Reiseprojekt: https://www.youcaring.com/cradletocradleev-793305
-Wer den 29-Jährigen durch Geld- oder Sachspenden unterstützen möchte, kann sich per E-Mail mit ihm in Verbindung setzen: aloha@svenbrueggemann.de
-Mehr Informationen gibt es auch bei Facebook: https://www.facebook.com/esbenOnEarth/

Cradle to Cradle e.V.
-Der gemeinnützige Verein "Cradle to Cradle" wurde 2012 gegründet, Sitz des Vereins ist in Berlin.
-Schwerpunkt ist der Umweltschutz: Vorbild ist die Natur, von der sich die drei Cradle to Cradle-Prinzipien ableiten.
-1. Prinzip: Abfall ist Nahrung oder Nahrung ist Nahrung: Alles wird zu Nahrung oder Nährstoffen für etwas anderes.
-2. Prinzip: Nutzung erneuerbarer Energien: Die Energie entspringt Sonne, Wind, Wasser und Erde.
-3. Prinzip: Unterstützung von Diversität: Es gibt eine schier unendliche Vielfalt.
-"Cradle to Cradle" will verändern, wie Menschen über Müll nachdenken. Oder noch besser das Konzept Müll aus allen Nachschlagewerken löschen und nur noch von Ressourcen sprechen. Die Natur kennt keinen Abfall. Jedes Produkt kann wiederverwertbar sein, vorausgesetzt es wurde auch dafür entworfen.
-Mehr dazu im Internet unter http://c2c-ev.de/.
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