Den passenden Beruf finden

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Hoher Besuch gestern Morgen an der Martin-Luther-King-Schule: Schulministerin Sylvia Löhrmann (rechts) und die türkische Generalkonsulin Şule Gürel (zweite von rechts) ließen sich zeigen, wie das Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf in NRW" in Velbert umgesetzt wird. (Foto: Ulrich Bangert)
Velbert: Martin Luther King Schule Velbert |

Schulministerin und türkische Generalkonsulin besuchten Velberter Schule


„Bei ihrem Antrittsbesuch wollte die türkische Generalkonsulin von mir wissen, wie unser Schulsystem im Hinblick auf türkische Schüler ausgerichtet ist.“ Die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann beließ es nicht bei guten Worten, sondern lud Şule Gürel zum gemeinsamen Besuch in die Martin-Luther-King-Schule ein. Diese Schule ist besonders engagiert in der Arbeit mit Schülern, die einen
Migrationshintergrund haben, 78 Prozent gehören dieser Gruppe an, 22 Prozent davon sind türkischer Herkunft.

„Wir haben den Anspruch in NRW, dass jedes Kind die bestmögliche Bildung erhält. Dazu gehört das Landesvorhaben ,Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf in NRW'“, beschreibt die Ministerin, die das Netzwerken von Schulleiterin Henrike Hallmann lobt, die so produktive Entwicklungsprozesse in der Pädagogik befördert. „Hier gilt der Ansatz: Nicht die Kinder müssen zur Schule passen, sondern die Schule muss zu den Kindern passen. Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt. Es wird nicht auf die Defizite geschaut, sondern auf das Potential. Diese Schule zeigt, dass es geht“, stellt Sylvia Löhrmann fest.

Die Generalkonsulin hält es für wichtig, dass die türkischen Jugendlichen in der Bildung Erfolg haben. „Es gibt noch überdurchschnittlich viele ohne Abschluss und ohne Berufsausbildung. Es ist sehr wichtig, dass Schüler bereits in frühen Jahren einen Beruf kennenlernen“, so Şule Gürel, die zuvor viel über „Kein Abschluss ohne Anschluss“ gelesen hatte und sich freute, jetzt dieses Projekt erleben zu können. „Wir wollen türkische Eltern motivieren, zu erkennen, wie wichtig es ist, einen Ausbildungsplatz zu haben. Ein Beruf erhöht die Integration“, weiß die Konsulin und dankt allen deutschen Behörden für die Kooperation.

Anke Mellor, die Koordinatorin für die Berufswahlvorbereitung, stellte vor, das „Kein Abschluss ohne Anschluss“ bereits in den Stufen 5 und 6 mit Profilklassen beginnt: „Ziel ist es, Stärken und Motivation zu fördern.“ In Stufe 7 und 8 wird das Schülerlabor am Berufskolleg Niederberg besucht, um das Interesse an naturwissenschaftlich-technischen Fächern zu wecken, es gibt erste Kontakte zur Berufsberatung und den Besuch des Kooperationsbetriebes. In Stufe 9 kommen weitere außerschulische Partner dazu. Individuelle Beratung, Berufseinstiegsbegleiter und Bewerbungstrainings gesellen sich dazu, bevor in der Stufe 10 weitere Betriebspraktika den Übergang in eine Ausbildung erleichtern. „Das Programm erfordert die Kooperation ganz vieler Betriebe, ein großes Gemeinschaftsprojekt. Hier lernen die Schüler, welche Berufe es gibt. Man muss nicht immer studieren, wichtig ist, dass man einen Beruf findet, der zu einem passt“, meint die Schulministerin.
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