Den Tätern auf der Spur

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(Foto: Ulrich Bangert)
„Trotz der überdurchschnittlich guten Zahlen gibt es keinen Grund zur Entwarnung“, betont Johannes Hermanns, Leiter der Direktion Kriminalität. „Zur Jahreswende, kurz vor Weihnachten, wurden wir regelrecht von einer Einbruchswelle überrollt. Wir arbeiten weiter an dem Thema.“
Landrat Thomas Hendele führt den Rückgang der Einbruchszahlen nach einem leichten Anstieg im Jahr zuvor auch auf die Aufklärungsarbeit der Polizei zurück, die für jeden Bürger kostenlos ist. „Die Bürger sichern ihre Türen und Fenster besser, in 598 Fällen blieb es im vergangenen Jahr kreisweit beim versuchten Einbruch.“
In Velbert wurde 174 Mal eingebrochen (2013: 183 Mal), in Heiligenhaus 60 Mal (2013: 65 Mal). Spürbar zugenommen hat die Kriminalität rund ums Auto und um das Zweirad. Im Kreis wurden 4.697 Fälle registriert, ein spürbares Plus von 4,6 Prozent. „Ab dem 1. April kümmert sich eine dreiköpfige Ermittlungskommission nur um diesen Bereich, die bei Bedarf noch erweitert werden kann“, kündigt Johannes Hermanns an.

„Ich habe soeben meine Frau getötet.“


Ein weiteres Augenmerk legt die Kreispolizei auf den großen Bereich der Straßenkriminalität. „Mit 8.535 Fällen hatten wir 2014 die niedrigste Zahl seit der Jahrtausendwende.“ Und mit 3,1 Prozent ist der Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte zwar rückläufig, „aber langfristig befinden wir uns in einem Aufwärtstrend, das Internet erleichtert den Betrug“, weiß Kriminaldirektor Hermanns. Die Rauschgiftkriminalität wird häufig durch die Konsumenten dominiert. „Gerade die wollen wir kennenlernen, weil sie häufig auch unsere Diebe sind.“
Spektakulär war der Fall eines Mannes, der im vergangenen März auf der Heiligenhauser Polizeiwache erschien und sich stellen wollte, weil er soeben seine Frau getötet habe. Die Polizei fand die Leiche der 27-Jährigen in einem Mehrfamilienhaus. Inzwischen wurde der Täter vom Wuppertaler Landgericht zu einem elfjährigen Freiheitsentzug verurteilt.
Aufsehen erregte auch ein Fall von Erpressung gegenüber der Heiligenhauser Filiale der Kreissparkasse, die wegen verdächtiger Stoffe stundenlang geschlossen blieb und von vielen Beamten abgeriegelt wurde. Die Ermittlungen wurden durch das Düsseldorfer Polizeipräsidium geführt, das ebenfalls zusammen mit den Mettmanner Kollegen nach einer Messerstecherei in einer Velberter Gaststätte im Januar 2014 ermittelte.
Zu einer Freiheitsstrafe von über sieben Jahren wurde ein Mann verurteilt, der im Mai in Velbert zunächst seine Stieftochter mit einer Eisenstange schwer verletzte, bevor er massiv auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau einschlug.
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