„Der Dank ist spürbar“

Auf seiner letzten Fahrt mit dem Bürgerbus konnte Wolfgang Freise (Mitte) zwei besondere Gäste begrüßen: Gunnar Rother, erster Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins Neviges/Tönisheide (links), und Pressesprecher Alfredo Fischer stiegen dazu.
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  • Auf seiner letzten Fahrt mit dem Bürgerbus konnte Wolfgang Freise (Mitte) zwei besondere Gäste begrüßen: Gunnar Rother, erster Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins Neviges/Tönisheide (links), und Pressesprecher Alfredo Fischer stiegen dazu.
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Insgesamt zwölf Jahre lang saß Wolfgang Freise regelmäßig hinter dem Steuer des Bürgerbusses, der durch die Velberter Ortsteile Neviges und Tönisheide fährt. Nun verabschiedete sich der Ehrenamtler von seinen Fahrgästen.
„Damals, als der Bürgerbusverein gegründet wurde, entschied ich sofort, dass ich mich als ehrenamtlicher Fahrer einbringen möchte, sobald ich im Ruhestand bin“, erinnert sich der gebürtige Tönisheider. Zwei Jahre später war es soweit und der Plan wurde in die Tat umgesetzt.
Nun aber, nach vielen Touren durch die Stadtteile, wolle er das Steuer aus der Hand geben. „Mit 75 Jahren ist einfach Zeit, um aufzuhören“, findet er. Zwar würden ihm die jährlich stattfindenden Untersuchungen bestätigen, dass er noch fit genug sei, um das Ehrenamt weiter auszuüben, aber man könne ja nie wissen, wie lange das noch so bleibt. „So liegt die Entscheidung, wann ich diese Tätigkeit beende, wenigstens bei mir“, sagt Freise.
Einen Unfall habe er in den zwölf Jahren nie gehabt, ist er froh. „Nur einmal ist mir während der Fahrt eine ältere Dame vom Sitz gerutscht, weil sie sich nicht angeschnallt hatte“, erinnert er sich. „Es ist ihr aber glücklicherweise nichts passiert.“
Was den Ehrenamtler in den zwölf Jahren stets begleitete war der Dank seiner Fahrgäste. „Sie wissen unseren Einsatz zu schätzen und lassen uns ihren Dank spüren.“ Ihm hätten diese lobenden Worte stets gut getan und daher ist es ihm auch ein besonderes Anliegen an andere Bürger zu appellieren, sich mit der Aufgabe des Bürgerbus-Fahrers auseinander zu setzten.

„Es ist nicht einfach, Leute von diesem Ehrenamt zu begeistern“, sagt auch der erste Vorsitzende des Vereins Gunnar Rother. Dabei stecke hinter dem Bürgerbus-Verein Neviges/Tönisheide nicht nur ein Service-Gedanke, sondern auch eine nette Gemeinschaft, die in ihrer Freizeit Ausflüge und Fahrten unternimmt, ein Weihnachtsessen veranstaltet und viel Spaß miteinander hat. „Interessierte Bürger können sich gerne unverbindlich über diese Aufgabe bei uns informieren“, sagt Bürgerbus-Pressesprecher Alfredo Fischer. Ein Führerschein der Klasse III sei ausreichend. Für entsprechende Schulungen, einen Erste-Hilfe-Kurs und auch die regelmäßigen Gesundheits-Checks würde der Bürgerbus-Verein Neviges-Tönisheide dann noch sorgen.

Weitere Infos:
-Kontaktadresse: Bürgerbus-Verein Neviges-Tönisheide, Jacob-Lüneschloß-Straße 1, 42553 Velbert
-Telefon: 0171/6406133
-Das Land NRW fördert das Projekt, Bürgerbusse ergänzen den bestehenden Linienverkehr.
-Bürgerbus-Vereine organisieren einen Linienverkehr überall dort, wo bisher kein Bus fährt. Jeder kann mitfahren.
-Der Bürgerbus ist ein Kleinbus, der insgesamt acht Fahrgäste mitnehmen kann.
-Bürgerbusfahrer benötigen einen Führerschein der Klasse III.

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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