„Der Schulhof ist quasi unser Wohnzimmer“

Anzeige
Diese sechs Schüler der Jahrgangsstufe zwölf beschäftigten sich intensiv mit der Umgestaltung des Schulhofes der Städtischen Gesamtschule Velbert-Mitte und stellten nun ihre Ideen den Velberter Bürgermeisterkandidaten vor.
Velbert: Gesamtschule Velbert-Mitte | In einem Beteiligungsverfahren beschäftigten sich die Schüler der Städtischen Gesamtschule Velbert-Mitte mit der Neugestaltung ihres Schulhofes. Nun stellten sie ihre Ideen den Politikern der Stadt vor.

Eine alte, heruntergekommene Pausenhalle, ein Container, der seit fünf Jahren nicht genutzt wird und in dem Asbest gefunden wurde, fehlende Fußballtore und vieles mehr sind Störfaktoren, die die Schulgemeinschaft zum Handeln zwang.
Im Erdkundeunterricht und in Gemeinschaftslehre wurde das Thema intensiv behandelt. „Von der fünften Klasse bis zur Oberstufe beschäftigten sich die Schüler mit der Problematik, sammelten Ideen für eine Neugestaltung des Schulhofes und entwickelten sogar schon einen Rahmenplan“, so Petra Gehmann, Didaktische Leiterin an der Gesamtschule.
Hilfe bei diesem Plan gab es vor allem durch Stadtplanerin Renate Schieferstein von den Technischen Betrieben. Mit sechs Schülern der Jahrgangsstufe zwölf, die einen Teil ihrer Freizeit dafür opferten, wurden Möglichkeiten überlegt, die umsetzbar sind und den Wünschen der Schüler entsprechen.
Doch wie so oft stellt auch bei der Neugestaltung des Schulhofes der Gesamtschule der finanzielle Aspekt ein Hindernis dar. Und genau aus diesem Grund veranschaulichten die Schüler bei einer Präsentation mit Vorträgen und einem Film, warum in den Pausen der nötige Bewegungsraum fehlt und wo Verbesserungsbedarf besteht. Ganz gezielt richteten sie sich damit an die Velberter Bürgermeisterkandidaten und baten darum, dass diese das Anliegen weiter in verschiedene Gremien tragen.
„Wir sind eine Ganztagsschule, das heißt wir verbringen hier bis zu acht Stunden täglich“, merkt einer der Oberstufenschüler an. „Der Schulhof ist quasi wie unser Wohnzimmer. Und ich frage mich, ob Sie in einem so heruntergekommenen Wohnzimmer leben möchten.“ Die Antwort der Bürgermeisterkandidaten ist klar und deutlich: Nein!
Von der Initiative der Schüler zeigen sie sich daher auch sehr beeindruckt, lassen sich die Problematik erläutern und haken bei den Kosten nochmal genauer nach.
Dass nicht alle Wünsche auf einmal erfüllt werden können, ist den Schülern bewusst. Dennoch möchten sie so schnell wie möglich erste Ergebnisse sehen. Und so soll im Technikunterricht schon bald mit dem Bau von Bänken begonnen werden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.