„Die Angaben treffen einfach nicht immer zu“

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Martina und Andreas Haaf vom Spielwarenladen „Brummbär“ in Velbert raten beim Kauf von Spielwaren zu einer Beratung, erst Recht, wenn man selber noch keine Erfahrungen mit Kinderspielzeug hat.
Immer wieder werden Spielwaren aus dem Programm genommen, da die EU-Richtlinien nicht erfüllt sind oder sogar eine Gefährdung für die Kinder besteht. Nur einer von vielen Gründen, warum eine kompetente Beratung beim Kauf von Spielzeug so wichtig ist.

1.Herr und Frau Haaf, inzwischen werden viele Spielwaren im Internet bestellt. Warum halten Sie das für bedenklich?
Andreas Haaf: „Die Produktbeschreibungen im Internet können eine kompetente Beratung im Spielwarenladen eben nicht ersetzen. In der Regel werden zwar Angaben zu Inhaltsstoffen und Altersbeschränkungen gemacht, auf die kann sich der Kunde aber nicht verlassen. Und gerade Käufer, die selber noch keine Kinder haben, sondern eventuell den Nachwuchs von Verwandten oder Freunden beschenken, wissen auch gar nicht, worauf sie achten müssen.“

Martina Haaf: „Außerdem entwickelt sich jedes Kind anders und die Angaben der Hersteller treffen somit einfach auch nicht immer zu.“



2. Wieso? Was kann an der Altersbeschränkung denn falsch sein?
Martina Haaf: „Kinder mit älteren Geschwistern entwickeln sich beispielsweise oft schneller als Erstgeborene, weil sie sich viel abgucken können. So etwas wird beim Fachmann vor Ort erfragt und bei der Kaufempfehlung berücksichtigt. Gerade bei Bilderbüchern und Puzzles ist die Entwicklung des einzelnen Kindes immer zu berücksichtigen.“



3. Und was gilt es bei der Qualität der Produkte zu berücksichtigen?
Andreas Haaf: „Es gibt natürlich verschiedene Richtlinien und Zertifikate, die eine gute Qualität sicherstellen sollen. Der Fachmann im Laden weiß, was aussagekräftig ist und was nicht. Die CE-Kennzeichnung zum Beispiel besagt nur, dass der Hersteller selber sein Produkt getestet hat. Offizielle Zeichen von der Dekra hingegen sind unabhängig und daher auch viel zuverlässiger.“



4. Worauf achten Sie bei der Wahl Ihrer Produkte?
Andreas Haaf: „Wir bieten im ,Brummbären‘ nur Ware an, bei der die Qualität stimmt. Es gibt einige große, bekannte Marken, die viele tolle Produkte für verschiedene Altersklassen bieten. Und natürlich achten wir auch darauf, was gerade angesagt ist, aber auch hier gilt: Es wird nur das verkauft, was wir auch gewissenhaft unseren eigenen Kindern zum Spielen geben würden.“



5. Stellen denn auch die Hersteller irgendwelche Anforderungen an die Ladenbesitzer?
Andreas Haaf: „Ja, das betrifft zum Teil die Produktpräsentation oder auch die Zusammenstellung der einzelnen Artikel. Außerdem gibt es gerade im Spielwaren-Bereich viele Firmen, die ihre Ware nur gezielten Läden zum Verkauf anbieten. Gegebenenfalls wird sogar bei einem Ortstermin überprüft, welche Warenvielfalt der Laden bietet und wie das Geschäftskonzept aussieht. Und oft wird dabei auch sichergestellt, dass der Ladenbetreiber nicht auch noch einen Internethandel betreibt.“



6. Gibt es Produkte, von denen Sie abraten?
Andreas Haaf: „Definitiv Ja! In Frankreich wird Kindern zum Beispiel sehr häufig eine ganz bestimmte Giraffe geschenkt. Schon häufiger haben auch bei uns Kunden nach diesem Gummi-Tier gefragt. Da es sich dabei aber um ein Produkt handelt, dessen Inhaltsstoffe in Deutschland als bedenklich eingestuft werden, haben wir jeweils dazu geraten, sich etwas anderes auszusuchen.“

Martina Haaf: „Häufig möchten Angehörige von Kindern Stofftiere verschenken. Auch hier raten wir häufig ganz ehrlich ab, denn die meistern Kinder können sich vor Stofftieren kaum noch retten. Und wenn Kunden mal mit der Ware unzufrieden sind und ihre Bedenken äußern, handeln wir auch sofort und nehmen gegebenenfalls das entsprechende Teil aus unserem Sortiment.“
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