Effektive Hilfe bei Schlaganfall

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Professor Dr. Michael Linnebank (von rechts), Dr. Markus Bruckner und Krankenschwester Katherina Michel haben auf Bildschirmen den Zustand ihrer Schlaganfallpatienten jederzeit im Blick. (Foto: Ulrich Bangert)
Velbert: Klinikum Niederberg |

Helios Klinikum Niederberg verfügt jetzt über eine Spezialstation

Von den Bürgervereinen und den niedergelassenen Ärzten gab es immer wieder die Forderung: „Macht was in Sachen Schlaganfall.“ Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer des Helios Klinikum Niederberg, musste sich immer wieder anhören, dass die Region in diesem Bereich unterversorgt ist. Besser gesagt: Sie war es.

Denn seit Anfang des Jahres hat das Klinikum Niederberg eine neue Spezialstation. „Im regionalen ,Stroke Unit' werden Patienten, die einen Schlaganfall oder eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns erleiden, unverzüglich behandelt“, so Professor Dr. Michael Linnebank. Der Leiter der Schlaganfallstation ist gleichzeitig Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Helios-Klinik Hagen-Ambrock, einer neurologischen Fachklink des Berliner Krankenhaus-Konzerns. „Mit jeder Minute der gestörten Blutversorgung des Gehirns sterben Nervenzellen. In den ersten Stunden können solche Blutgerinnsel durch Medikamente aufgelöst werden, um weitere Schäden und Behinderungen zu verringern.“

„Wir wissen, dass zehn bis 15 Prozent unserer Einsätze neurologisch bedingt sind“, unterstreicht Notarzt Dr. Arne Köster. "Bisher gab es nur Fachkliniken in Solingen, Düsseldorf-Grafenberg oder ganz weit in Essen drin. Jede Minute ist wichtig.“ An dem neuen Angebot im Helios Klinikum Niederberg beeindruckt den ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Mettmann die hohe Verzahnung. „Der Rettungsdienst ist schnell und wir erstellen schnell eine Computertomographie, um zu entscheiden, welche Therapie nötig ist“, so Dr. Linnebank.

Spezialisiertes Team aus besonders geschultem ärztlichen und pflegerischen Personal

Für die neue Station wurde ein spezialisiertes Team aus besonders geschultem ärztlichen und pflegerischen Personal zusammengestellt, das eng mit Physio-, Ergo- und Sprachtherapeuten sowie Sozialarbeitern zusammenarbeitet. In den ersten Wochen wurden rund 100 Patienten betreut. Als besonders nützlich und effektiv erwies sich die ebenfalls noch recht neue Gefäßchirurgie: So konnte eine 92-jährige Schlaganfallpatientin gut eine Woche nach der Einlieferung wieder in ihr Seniorenheim entlassen werden.
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