Ein Beispiel für gelungene Integration - Türkischer Botschafter besuchte türkisches Unternehmen und das Schlossmuseum

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Botschafter Hüseyin Avni Karslioglu (Mitte) und der Abgeordnete Peter Beyer (links) ließen sich vom Museumsleiter Dr. Ulrich Morgenroth die Geschichte des Schlosses erklären. Fotos: Bangert
Als ein Beispiel für gelungene Integration stellte Bundestagsabgeordneter Peter Beyer dem türkischen Botschafter die Firma Gündüz vor. Der CDU-Politiker hatte Hüseyin Avni Karslioglu bei einem Türkeibesuch kennenlernt, als dieser Kabinettchef des türkischen Präsidenten Gül war, 2012 wurde er zum Botschafter in Berlin ernannt.

Ahmet Gündüz führte den hohen Besuch mit dem Generalkonsul Firat Sunel und Wirtschaftsattaché Serhan Alpaslan durch seinen Betrieb in der Röbbeck. 18 Mitarbeiter und bis zu 30 Aushilfen sind in fast allen Bereichen der Metallbearbeitung für die Automobilzulieferindustrie sowie der Beschlagbranche tätig. Vor 39 Jahren kam Gündüz nach Deutschland, vor rund 20 Jahren machte er sich selbstständig, jetzt wird er von seinen Söhnen unterstützt.
Dirk Kramwinkel, Leiter der Qualitätssicherung, der schon in vielen anderen Betrieben tätig war, arbeitet gerne bei Gündüz: „Das Betriebsklima hier ist prima.“

Anschließend begrüßte Bürgermeister Stefan Freitag den Botschafter im Schloss- und Beschlägemuseum. „Es sind türkische Menschen, die sich seit Jahrzehnten sehr erfolgreich in die Geschichte von Schloss und Beschlag einbringen.“ Heinz Schemken, Vorsitzender des Museumsfördervereins, erinnert an die Anfänge der türkischen Arbeiter in Niederberg: „Die türkischen Mitbürger haben zuerst in den Gießereien gearbeitet, um unseren Wohlstand zu sichern“, so der Ex-Bürgermeister, der dem türkischen Botschafter viel Erfolg bei den Bemühungen seines Landes wünschte, sich nach Europa auszurichten.
Mit großem Interesse ließ sich der Botschaft von Musseumsleiter Dr. Ulrich Morgenroth die Geschichte der Sicherheitstechnik erklären. Der Sohn eines türkischen Einwanderers, der in Donaueschingen aufwuchs, sieht Parallelen bei der Entwicklung der dortigen Uhrenindustrie zu der Industrie im Niederbergischen.
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