Farbenfrohes Arbeitsprojekt mit Jugendlichen des Vereins „Neue Wege“

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Im Rahmen eines Arbeitsprojekts mit Jugendlichen, die Sozialstunden ableisten müssen, entstand auf der vorderen Halle auf dem Flugplatz Meiersberg in Heiligenhaus ein Grafitti-Kunstwerk. Giuseppina Cagna von der Jugendgerichtshilfe Heiligenhaus und Grafitti-Künstler Javier Landa Blanco unterstützen die jungen Leute bei der Umsetzung.

Absprachen treffen, Aufgaben verteilen und vor allem sachlich kommunizieren und Kompromisse eingehen - viele Schlüsselkompetenzen wurden jungen Leuten bei einem Arbeitsprojekt des Vereins „Neue Wege“ vermittelt.

Und zwar nicht in einem Seminarraum bei belehrenden Vorträgen, sondern an öffentlich zugänglichen Plätzen beim Sprayen von Graffiti-Kunstwerken. Und so sind nun auf einer Halle auf dem Flugplatz Meiersberg ein schönes Panorama sowie ein Flugzeug und ein Helikopter abgebildet.
„Graffiti ist eine angesagte Kunstform, es lassen sich tolle Motive sprayen“, so Alfred Döllberg vom Flugplatz, der durchaus erkannt hat, dass es sich keineswegs um Schmierereien handelt.
Bereits im fünften Jahr findet das Projekt statt, bei dem straffällig gewordene Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren ihre Arbeitsstunden ableisten. Durchgeführt wird es vom Verein „Neue Wege“. „Dieser Verein ist ein Zusammenschluss der Jugendgerichtshilfen (JGH) der Städte Heiligenhaus, Mettmann, Haan und Wülfrath“, so Giuseppina Cagna, Jugendgerichtshelferin aus Heiligenhaus. Sie hatte auch einst die Idee, den jungen Leuten auf diese Weise gewisse Werte zu vermitteln. Gemeinsam mit Einar Sosna (JGH Haan), Richard Starck (JGH Wülfrath) und Manfred Cserni (JGH Mettmann) beaufsichtigte sie die zehn Jugendlichen, die selbstverständlich auch Spaß an der Sache haben durften, vor allem aber Teamarbeit und Wertschätzung kennenlernen sollten.
„Das Projekt startete am Schwimmbad in Wülfrath. Dort haben die Jungen und Mädchen eine circa 90 Quadratmeter große Fläche mit Spraydosen gestaltet“, so Cagna. Viele große und kleine blaue Blubber-Blasen würden hier nun passend zum Ambiente einen schönen Anblick bieten. Hilfe bei der Kreativarbeit bekommen die zehn Jugendlichen auch nicht nur durch die Mitarbeiter der Jugendgerichtshilfen, sondern vor allem durch Javier Landa Blanco. Bereits seit fünf Jahren arbeitet er für das Projekt mit dem Verein zusammen und kommt dafür sogar immer aus seiner Heimat Pamplona (Spanien) angereist.
„Javier erstellt die Vorlagen, rechnet aus, in welcher Größe die Motive aufgebracht werden sollten und hilft auch beim Malen und Sprayen“, so Cagna. Inzwischen habe sich rumgesprochen, dass jedes Jahr neue Flächen gestaltet werden. „Bürger und Geschäftsleute kommen auf mich zu und fragen, ob wir nicht ihre Außenfassaden in Szene setzen möchten.“ Neben der Wand im Schwimmbad und der Halle auf dem Flugplatz Meiersberg wurde in diesem Jahr auch eine Wand des „Kaffeeklatsch“ in Heiligenhaus zum Sprayen zur Verfügung stellt. „Und inzwischen schließen sich auch freiwillige Jugendliche an, um mitzuhelfen.“
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