Ferienkinder aus der Ukraine singen gerne

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Nach der Walderkundung backten die Tschernobyl-Kinder Stockbrot. (Foto: Ulrich Bangert)
„Ich hatte auf einem Spielplatz von der Aktion gehört, das hat mich interessiert und ich wollte einfach helfen.“ Zum zweiten Mal halft Susanne Thon daher jetzt schon aktiv bei der „Aktion Tschernobyl“ mit.
Nach der Reaktorkatastrophe und der radioaktiven Verseuchung von Teilen der Ukraine im Jahr 1986 hatte Gabrielle Slotta die „Aktion Tschernobyl“ ins Leben gerufen: Kinder aus der Region sollten sich hier erholen und Abwechselung vom Alltag finden. Dazu fand sie Gasteltern, die die Kinder bei sich aufnehmen und zahlreiche Sponsoren zur Ausgestaltung des Programms. „Einige der alten Gasteltern sind aus verschiedenen Gründen nicht mehr dabei, dafür kommen andere Eltern dazu“, beschreibt Gabrielle Slotta. So wie eben Susanne Thon, Mutter von drei erwachsenen Kindern und sechs Enkeln. „Die Kinder sind sehr unterschiedlich: Voriges Jahr hatte ich einen sehr ruhigen Jungen, diesmal einen sehr lebhaften.“
Das Programm für die dreiwöchigen Ferien im Niederbergischen bot auch in diesem Jahr für alle der 20 Kinder im Alter zwischen elf und 16 Jahren etwas. Zu Beginn wurden sie traditionell vom Bürgermeister im Rathaus empfangen, einen Tag später folgte ein Besuch im Rhein-Ruhr-Zentrum, in dem ein unbekannt bleibender Spender jedes Kind in Höhe von 50 Euro einkleidete.
„Der Waldkletterpark in Langenberg hat ganz viel Spaß gemacht“, berichtet Slotta, die sich freut, dass in diesem Jahr wieder Rundflüge bei Sportflug Niederberg möglich waren. Und die Walderkundung mit dem Förster Hannes Johannsen endete mit einem gemütlichen Stockbrotbacken am Umweltbildungszentrum. Und einen Nachmittag wurde auf dem Reiterhof Roßdelle geritten.
Eine besondere Attraktion ist immer wieder ein Besuch bei der Feuerwehr, bei der die Kinder mal in die Schutzkleidung schlüpfen und die Spritze bedienen dürfen. Für den bunten Abend haben die Kinder im Werkerwald geprobt.
Letzte Aktion vor der langen Rückfahrt in die Ukraine war ein Grillen mit dem Motorradclub Demonic Heads, der auch gerne seine Maschinen zeigte. Und immer wieder bedankten sich die Kinder mit ihren Betreuern mit einem Lied: „Wir beginnen jeden Tag mit einem Lied, dann hat man gleich bessere Laune“, so die Betreuerin Alla Karnauch.
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