Gute Nachrichten für erwachsene Patienten

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Hans-Peter Meuser, Vorsitzender der Kreisstelle Mettmann bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.
Gute Nachrichten für erwachsene Patienten: „Die Notdienst-Praxis am Klinikum Niederberg bleibt höchstwahrscheinlich erhalten“, sagt Hans-Peter Meuser, Allgemeinmediziner aus Langenfeld und Vorsitzender der Kreisstelle Mettmann bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.
Anders als beim kinderärztlichen Notdienst soll es für „große“ Patienten im Kreis Mettmann künftig zwei Notdienstpraxen geben. Das hat die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein jetzt zur Neustrukturierung des ambulanten ärztlichen Bereitschaftsdienstes im Landesteil Nordrhein beschlossen.
„Eine Notdienstpraxis im Südkreis, in Hilden, und die andere im Norden, in Velbert“, erklärt Meuser auf Anfrage des Stadtanzeigers. Weiter sei eine Dependance in Ratingen geplant.
Auch wenn dies gegenüber dem kinderärztlichen Notdienst komfortabel klingt, wertet der erfahrene Arzt: „Die Situation wird nicht besser. Schuld daran ist die Politik.“ Denn Notdienstpraxen würden sich kaum noch rechnen, dies habe mit einer Entscheidung in Berlin zu tun, nach der die Vergütung ab 1. April „drastisch abgesenkt“ werde.
Zudem beklagt Meuser, dass viele der Patienten, die den Notdienst aufsuchen, gar keine Notfälle wären. „70 bis 80 Prozent der Patienten müssten nicht in den Notdienst. Aber die Menschen sind verunsichert, denken, dass hinter jedem Symptom eine schwere Erkrankung steckt.“ Dies führe zu einer Überlastung des Systems.
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