Hopsend die Sprache fördern

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Das „Wortschatz Mobil“ des Berufskollegs Bleibergquelle ist jetzt in Velbert und Umgebung unterwegs, damit Kinder springend und hopsend ihre Sprache festigen und erweitern können. (Foto: Ulrich Bangert)
Velbert: Bleibergquelle | Mit dem „Wortschätze Mobil“ überzeugte das Berufskolleg Bleibergquelle die Alfred und Helga Barnhusen Stiftung. Die Velberter Stiftung hat sich die Förderung von Kindern und Jugendlichen zum Ziel gesetzt und lobte zum ersten Mal einen Stifterpreis aus: Insgesamt 26.000 Euro gingen an das Berufskolleg des Diakonissen-Mutterhaus.
Bettina Reinke und Sylvia Siems haben zusammen mit den Studierenden des Berufskollegs ein Konzept zur Sprachförderung entwickelt, das sie jetzt vorstellten. „Sprache ist das A und O, der Grundstein der Bildung, die sich ein Mensch im Laufe seines Lebens zulegt“, so die beiden Dozentinnen. „Sprachliche Probleme treten nicht nur bei Kindern mit Zuwanderungsgeschichte auf, sondern auch bei Kindern deutscher Herkunft, unter anderem durch erhöhten Medienkonsum und durch mangelnde Kommunikation im Elternhaus.“

Ein Kleinbus voll mit bunten Lernmaterialien

Hier setzt das „Wortschätze Mobil“ an: Ein Kleinbus voll mit bunten Sachen, mit denen sich spielerisch Sprachkenntnisse vertiefen und erweitern lassen. Farbige Hocker sollen Assoziationen wie grüne Wiese oder Gras wecken, auf Teppichfliesen werden Wörter „erhopst“, auf einem Trampolin werden die Silben von längeren Wörtern gesprungen.
Anspruchsvoll und witzig zugleich ist der Kreisel, in den sich die Kinder legen, um das Gleichgewicht zu halten und dabei auch einen Zungenbrecher aufsagen.
Das „Wortschätze Mobil“ fährt zu verschiedenen Bildungseinrichtungen in Velbert und Umgebung: in Offene Ganztagsschulen sowie in U3-Einrichtungen und auch Kindergärten. „So muss nicht jede einzelne Einrichtung die verschiedenen Materialien zur Sprachförderung für sich kaufen, sondern bekommt diese und auch die persönliche Betreuung durch die Studierenden der Sozialpädagogik kostenlos“, beschreiben die Erfinder die Vorteile des rollenden Wortschatzes. Und es gibt gleich noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: „Der Kleinbus kann außerdem auch für andere Aktionen in der Kinderarbeit genutzt werden“, so Berufskollegleiter Dr. Ludwig Wenzel.
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