Kooperation zwischen MLK-Schule, der Caritas und dem DRK-Seniorenzentrum

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Die Verantwortlichen sehen viele Vorteile in der Kooperation: Martin Sahler (von links), Caritas-Abteilungsleiter Integration, Herbert Romund, Berufwahlkoordinator der MLK-Schule, Schulleiterin Sylvia Kleimann, Mimouna Marzouki vom Caritas-Projekt „Die Zukunft der Pflege ist bunt“, Lehrerin Anke Mellor und Klaus Singbeil, Geschäftsführer DRK Seniorenzentrum. (Foto: Foto: Menke)

Mit einem Kooperationsvertrag wurde nun die Zusammenarbeit des Caritasverbandes für den Kreis Mettmann, der Martin-Luther-King-Schule Velbert und des DRK-Seniorenzentrums schriftlich festgehalten.

Nach den Herbstferien werden daher zehn Neuntklässler der Hauptschule jeden Donnerstag für zwei Stunden in den beiden Altenheimen des DRK etwas über Pflegeberufe lernen.
„Anders als beim Schülerpraktikum, das Pflicht ist, werden dabei nur interessierte Schüler angesprochen“, sagt Herbert Romund, Berufswahlkoordinator an der MLK-Schule. „In einer Bewerbung müssen sie begründen, warum ausgerechnet sie einen der zehn Plätze bekommen sollten.“
Ziel ist es, den jungen Menschen die verschiedenen Pflegeberufe näher zu bringen. „Es werden vielfältige Möglichkeiten aufgezeigt und die Schüler können schnell feststellen, ob sie sich ihre berufliche Zukunft in solch einer Einrichtung vorstellen können“, sagt Martin Sahler, Caritas-Abteilungsleiter Integration. Außerdem ginge es um die Herausbildung von Schlüsselkompetenzen, wie ein guter Umgang mit Menschen sowie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, sagt Klaus Singbeil, Geschäftsführer des DRK Seniorenzentrums.

Begleitet werden die Schüler von den Caritas-Beraterinnen Mimouna Marzouki und Vivian Daub-Schürmann.

„Geplant ist auch ein Besuch beim Fachseminar für Altenpflege“, verrät Serena Cerra vom Caritas-Projekt „Die Zukunft der Pflege ist bunt“. Mit einem Zertifikat werden die erfolgreichen Schüler schließlich am Ende der Maßnahme ausgezeichnet.
Der Kooperationsvertrag ist ein Baustein des XENOS-Projektes „Die Zukunft der Pflege ist bunt“, das vom Caritasverband bereits an verschiedenen Standorten im Kreis Mettmann durchgeführt wird. „Einer der sichersten Wege aus dem Pflegenotstand ist, neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege, auch die Information, Beratung und Begleitung der potenziellen künftigen Pflegekräfte“, begründet Sahler. Immer wieder würde er feststellen, dass sich junge Leute nur sehr wenig für solche Berufe interessieren.
„Gerade Schüler mit Migrationshintergrund haben hier gute Chancen“, weiß Anke Mellor, Lehrerin an der Hauptschule. „Durch ihren kulturellen Hintergrund und ihre Sprachkenntnisse finden sie zu Altenheim-Bewohnern mit derselben Muttersprache vielleicht einen viel schnelleren Zugang.“
Auch mit Industrie- und Handwerks-Einrichtungen bestehen ähnliche Kooperationen. „Es lässt sich feststellen, dass die Schüler, die an diesen Maßnahmen teilnehmen, schneller reifen und sich tatsächlich intensiver mit ihren Berufswunsch auseinandersetzen“, freut sich Mellor.
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