Kunst und Kirche stehen im Dialog: Initiatoren erwarten viele neue Erfahrungen

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Christel Prätorius (von links), Leiterin des Ludgerustreffs, Ruth Ortlinghaus vom Stadtmarketing-Arbeitskreis Kultur und die Kulturwissenschaftlerin Gabriele Fischer bieten mit der Reihe „Kunst & Kirche“ eine spannende Auseinandersetzung mit einem Thema, das Christen und Atheisten gleichermaßen beschäftigt. (Foto: Foto: Bangert)

Kunst und Kirche - das ist eine Paarung, die besteht, seit es die Menschen gibt.

Wahrscheinlich hat alle Kunst ihren Beginn aus einem sakralen, spirituellen, religiösen Beweggrund genommen. Bereits vor rund 37.000 Jahren haben Rentierjäger in Südfrankreich in einer Höhle neben Tierdarstellungen weibliche Geschlechtsmerkmale geritzt, was auf kultische Fruchtbarkeitsriten schließen lässt. Nun beginnt in Heilgenhaus eine Veranstaltungsreihe mit dem Namen „Kunst und Kirche“.
„Kultur ist immer ein großes Thema bei unseren Angeboten“, so Christel Prätorius vom Ludgerustreff an der Ludgerusstraße, in dem die Literaturwissenschaftlerin und Dramaturgin Gabriele Fischer entsprechende Kurse gibt. „Kunst und Kirche“ wird durch das Katholische Bildungswerk und Pfarrer Alfons Demand unterstützt, der selbst begeisterter Maler ist. Weitere Hilfe kommt durch den Arbeitskreis „Kultur und Gesellschaft“ im Stadtmarketing und die Evangelische Kirchengemeinde.
„In den Kirchen ist immer Kunst“, stellt Gabriele Fischer fest und fragt, wie sakrale Kunst wohl wirkt, wenn sie aus den Kirchen geholt wird. Und umgekehrt möchte sie wissen, wie Kunst wahrgenommen wird, wenn sie nicht im Museum, sondern in der Kirche gezeigt wird. „Es geht um neue Erfahrungen“, so Gabriele Fischer, die bereits in Hürth bei einer ähnlichen Reihe den Dialog von künstlerischen und kirchlich-religiösen Deutungen gefördert hat. „Wie nimmt ein Atheist Kunst in der Kirche wahr und wie reagiert ein gläubiger Mensch, wenn plötzlich Kunst in der Kirche steht?“, möchte die Wissenschaftlerin ergründen. „Ziel ist ein Dialog zwischen Künstlern, Publikum und den verschiedenen Religionen.“ Das Programm, mit allen Veranstaltungsorten und -zeiten ist in einem Flyer zusammengefasst und ist in kirchlichen Einrichtungen und dem Bürgerbüro erhältlich.
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Alfred Maier aus Wesel | 30.03.2013 | 22:20  
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