Landtagsabgeordneter Volker Münchow gegen eine Große Koalition: „Mit der CDU geht die SPD unter“

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Bündnis 90/Die Grünen und die Linke mussten im Wahlbezirk 105 (Mettmann-Nord) deutliche Verluste hinnehmen.
Die Grünen sanken in der Wählergunst von 9,3 Prozent vor vier Jahren auf jetzt 6,9 Prozent, die Linke stürzte von 8,1 auf 5,5 Prozent.

Die Piratenpartei, der noch vor einem Jahr ein Einzug in den Bundestag prognostiziert wurde, scheiterte deutschlandweit deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde. Im Nordkreis konnte sich die Partei leicht von 1,6 Prozent auf 2,2 Prozent steigern.
Einen beachtlichen Erfolg verbuchte die Alternative für Deutschland. Die eurokritische Partei, die sich erst Anfang des Jahres gegründet hatte, sprach in den vier Städten des nördlichen Kreises 5.687 Menschen an, das macht 4,7 Prozent aller Zweitstimmen, die über die Zusammensetzung des Bundestages entscheiden.
Während bei der CDU ausgelassener Jubel herrschte, zumal weil am Wahlabend zeitweise eine absolute Mehrheit möglich schien, wurde bei der SPD das Ergebnis eher nüchtern analysiert. Die Genossen aus Velbert und Heiligenhaus kamen in einer Cocktailbar zusammen. Zwar konnte die älteste Partei in Deutschland bundesweit leicht zulegen, aber man hatte sich mehr erhofft. „Die Menschen wollten Angela Merkel als Kanzlerin behalten“, so die vorherrschende Überzeugung.
Da die SPD-Kandidatin Kerstin Griese auf Platz acht der Landesliste steht, wird sie wieder in den Bundestag einziehen. Bei den Erststimmen unterlag sie im Wahlkreis dem Unionskandidaten Peter Beyer, obwohl sie deutlich mehr Stimmen als vor vier Jahren erhielt. Die niederbergischen Genossen begrüßten sie mit großem Applaus. „Ich habe einen kleinen Trost für dich: Du hast in Velbert mehr Stimmen als dein Konkurrent erhalten“, so Volker Münchow.
In Velbert machten bei Kerstin Griese 17.515 Wähler ihr Kreuz, bei Peter Beyer waren es nur 17.406.
Volker Münchow, Landtagsabgeordneter für Velbert und Wülfrath, nimmt am Freitag am Parteikonvent in Berlin teil, wo es um das weitere Vorgehen der SPD geht. „Auf jeden Fall werde ich mich gegen eine Große Koalition aussprechen. An der Seite der CDU geht die SPD unter, das haben wir ja bereits vor vier Jahren erlebt.“
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Siegfried Räbiger aus Oberhausen | 25.09.2013 | 19:49  
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