Mehr Lebensqualität durch Teilhabe am Werkstatterfolg

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In der betriebsintegrierten Arbeitsgruppe bei der Firma PUKY in Wülfrath springt Gruppenbetreuer Petros Pintsis (re.) bei Bedarf mit ein.
Kreis-Werkstätten für Menschen mit Behinderung sehr zufrieden mit 2014

Kreis Mettmann. In der Jahres-Pressekonferenz der WFB Werkstätten des Kreises Mettmann konnten der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Ockel und der Geschäftsführer Klaus Przybilla von einem sehr guten Bilanzergebnis für das Jahr 2014 berichten.
Breitgefächerte Akquise-Tätigkeiten ermöglichten eine kontinuierliche Auftragsbereitstellung in allen Fertigungsbereichen und sorgten für eine stabile Auslastung. Durch die gleichbleibend gute Auftragslage konnten gezielt Aufträge mit positiven Umsatzergebnissen bearbeitet werden.
Das Kundeninteresse geht aber eindeutig zum „All Inklusiv-Auftrag“, bei dem die Werkstätten Einkauf, Konfektionierung und Versand aus einer Hand anbieten.
Mit 3,6 Mio. Euro haben die WFB Werkstätten 2014 erneut den höchsten Jahresumsatz seit Bestehen erzielt und den Vorjahresumsatz um 6% gesteigert. Zwei Drittel davon wurde in den Bereichen Montage und Verpackung erwirtschaftet. Die Anzahl der behinderten Mitarbeiter stieg im Lauf des Jahres von 1139 auf 1158. Davon waren 1047 Menschen mit Behinderung in den Arbeitsbereichen tätig, 111 in einer Berufsbildungsmaßnahme. Die Mitarbeiter werden in den sechs Werkstätten mit acht Standorten in Langenfeld, Ratingen und Velbert von insgesamt 240 Fachkräften angeleitet, unterstützt, gefordert, gefördert und betreut.
Bei den Investitionen stand auch 2014 Nachhaltigkeit im Vordergrund. Größte Posten waren die Sanierung von Sanitäranlagen in zwei Werkstätten in Langenfeld sowie der Umbau des Berufsbildungsbereiches im Gebäude Elisabethstraße in Ratingen.
20 Mitarbeiter/innen aus den WFB Werkstätten haben im Mai 2014 mit großem Erfolg an den Nationalen Olympischen Spielen für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung in Düsseldorf teilgenommen und wurden dort von 130 Kolleginnen und Kollegen besucht und begeistert angefeuert. Die Spiele leisten einen wichtigen Beitrag zur Inklusion.
"Inklusion heißt, den Anspruch der behinderten Menschen auf gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben zu erfüllen, mit Auswirkungen in sämtliche Lebensbereiche. Wir können nur die Rahmenbedingungen schaffen, indem wir die Arbeit an unsere Mitarbeiter anpassen. Sie sind diejenigen, die den Werkstatterfolg erwirtschaften. Dadurch, dass wir sie respektieren und wertschätzen, steigern wir ihr Selbstbewusstsein und ihre Lebensqualität", sagt Klaus Przybilla mit dem Hinweis darauf, dass die Tätigkeit der WFB-Mitarbeiter eine Rehabilitationsmaßnahme ist und kein klassisches Arbeitnehmerverhältnis.
"Und", ergänzt Reinhard Ockel, "auch wenn dieser erwirtschaftete Umsatz nur etwa zehn Prozent des Finanzbedarfs ausmacht, bedeutet Arbeit für diese Menschen einen offenen Austausch mit ihrem sozialen Umfeld und der Gesellschaft."
Dies zeige sich besonders auf betriebsintegrierten Arbeitsplätzen, sei es in Gruppen oder auf Einzelarbeitsplätzen z. B. als Hausmeister- oder Gartenhelfer. "Da die echte Vermittlung der Mitarbeiter auf einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz aus verschiedenen Gründen immer schwieriger wird, bemühen sich die WFB vermehrt um die Einrichtung von betriebsintegrierten Arbeitsplätzen. Bei Geberit Mapress in Langenfeld, PUKY in Wülfrath und Normfest in Velbert gibt es WFB-Arbeitsgruppen innerhalb der Unternehmen", so Ockel.
Die Zusammenarbeit mit diversen Fachämtern der Kreisverwaltung wurde optimiert und führte
u. a. zu mehr Aufträgen vom Kreis im Bereich Garten- und Landschaftspflege.
Seit 2014 läuft in Kooperation mit der VHS Langenfeld eine Qualifizierung zum „Begleiter im Alltag“ für Mitarbeiter/innen der WFB. Die Maßnahme bildet derzeit sechs WFB-Mitarbeiter/ innen über zwei Jahre aus und soll auch über 2016 hinaus fortgesetzt werden.
Mit der Bildungsakademie für Gesundheits- und Sozialberufe des Kreises Mettmann GmbH ist für 2015 eine Zusammenarbeit im Bereich Aus- und Fortbildung geplant.
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