Mehr Unfälle, weniger Tote - Verkehrsunfallstatistik 2016 des Kreises Mettmann

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Die Verkehrsunfallstatistik 2016 des Kreises Mettmann stellten nun Landrat und Abteilungsleiter der Polizei, Thomas Hendele (Mitte), der leitende Polizeidirektor Manfred Frorath (links) sowie der Leiter der Direktion Verkehr, erster Polizeihauptkommissar Ralf Schefzig, gemeinsam vor.
Mettmann: Polizeiwache | "Leider ist es im Jahr 2016 zu einem Anstieg der Verkehrsunfälle im Kreis Mettmann gekommen", sagt Landrat Thomas Hendele, der zugleich auch Abteilungsleiter der Polizei ist. Insgesamt seien es im vergangenen Jahr 13.553 Unfälle gewesen und somit 220 mehr (1,7 %) als 2015. Bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik machte Thomas Hendele deutlich, dass es der Polizei ein wichtiges Anliegen ist, diese Zahl wieder stark zu senken. "Zwar liegen wir noch weit unter dem Landesdurchschnitt, aber jeder einzelne Unfall, ist ein Unfall zu viel!" Und so verhalte es sich selbstverständlich auch mit den vielen Verkehrsopfern und Verkehrstoten. "Bedauerlicherweise sind im Jahr 2016 elf Menschen aufgrund von Verkehrsunfällen gestorben." Darüber hinaus gab es 1.713 (schwer-) verletzte Personen.

Präventive Maßnahmen und Kampagnen

Unter anderem möchte die Polizei des Kreises auch 2017 wieder verschiedene präventive Maßnahmen und Kampagnen durchführen, um Autofahrer, Radfahrer sowie auch Fußgänger über die jeweiligen Gefahrenquellen aufzuklären. Dabei immer wichtiger: Das Verbot der Smartphone-Nutzung hinterm Steuer. "Bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern bedeutet ein rascher Blick aufs Handy schon, dass der Fahrer 15 Meter ,blind' zurücklegt", veranschaulicht der Leiter der Direktion Verkehr, erster Polizeihauptkommissar Ralf Schefzig. "Und ein Selfie dauert in der Regel rund 14 Sekunden. Wer so etwas hinterm Steuer macht, legt sogar 200 Meter zurück, in denen er die Aufmerksamkeit nicht dem Verkehr widmet." Die Smart- und Mobilfunknutzung durch Kraftfahrzeugführer wurde in 2016 insgesamt 3.281 Mal geahndet, bei Fahrradfahrern 368 Mal.

Überhöhte Geschwindigkeit ist die Hauptursache für Verkehrsunfälle

"Ganz zu schweigen von den Geschwindigkeitsverstößen, von denen hat es im Jahr 2016 über 37.000 im Kreis Mettmann gegeben", sagt der leitende Polizeidirektor Manfred Frorath. Überhöhte Geschwindigkeit sei auch nach wie vor die Hauptursache für Verkehrsunfälle. "Und 3.432 Verkehrsunfallfluchten hat es gegeben", so Frorath weiter. "Unsere Aufklärungsquote liegt hier bei 46,6 Prozent, das heißt bei rund der Hälfte der Vergehen können wir den Unfallverursacher ermitteln." Leider würde es aber nach wie vor eine hohe Anzahl an Fluchten geben, obwohl bei dem Unfall Menschen verletzt worden sind. "Solche Fälle gab es in 2016 insgesamt 129 Mal."

Alkohol und Drogen und dennoch am Steuer

Trotz Alkohol und anderen berauschenden Mitteln hinterm Steuer - auch das haben die Beamten der Polizei im Kreis Mettmann mehrfach feststellen müssen. Nicht nur bei insgesamt 115 ereigneten Unfällen (davon 81 mit verletzten Personen), stellte sich das heraus, sondern auch bei routinemäßigen Kontrollen. "Insgesamt wurden 2016 211 Verfahren nach dem Konsum alkoholischer Getränke und 330 Verfahren nach dem Konsum berauschender Mittel eingeleitet", so der leitende Polizeidirektor.

In Heiligenhaus kam es im Jahr 2016 zu 55 Verkehrsunfällen mit Personenschaden und zu 169 Verkehrsunfallfluchten. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden um 5,2 Prozent, die der Unfallfluchten stieg allerdings um 5,6 Prozent. Acht Personen wurden schwer verletzt, 59 Personen wurden leicht verletzt. Außerdem waren drei Verkehrstote zu verzeichnen. Die Verunglücktenhäufigkeitszahl* (VHZ) sank im Vergleich zu 2015 um 6,9 Prozent.

In Velbert kam es zu 206 Verkehrsunfällen mit Personenschaden und zu 573 Verkehrsunfallfluchten. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Verkehrsunfällen mit Personenschaden um 0,5 Prozent, die der Unfallfluchten stieg um 4,8 Prozent. Insgesamt 61 Personen wurden schwer verletzt, 201 Personen wurden leicht verletzt. Ein Verkehrstoter war in der Stadt der Schlösser und Beschläge in 2016 nicht zu verzeichnen. Die Verunglücktenhäufigkeitszahl (VHZ) stieg zum Vorjahr um 4,5 Prozent.

*Die Verunglücktenhäufigkeitszahl (VHZ) ist die Anzahl der Verunglückten pro 100.00 Einwohner.

Zahlen, Daten, Fakten:
-Verkehrsunfälle: 13.553
-Verunglückte Personen: 1.713
-Tote: 11
-Verkehrsunfallfluchten: 3.432
-Handynutzung von Kraftfahrzeugführern: 3.281
-Handynutzung von Fahrradfahrern: 368
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