Möbel vor dem Sperrmüll gerettet

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Ehrenamtliche Helfer, unter ihnen auch Flüchtlinge, die aber nicht fotografiert werden wollten, räumten die Möbelspenden in die Johanneskirche. (Foto: Bangert)

Wo früher Gottesdienste abgehalten wurden, lagern seit kurzem Möbel. Schrankwände, Tische, Stühle, ganze Küchen stehen in der Johanneskirche an der Goebenstraße für Flüchtlinge bereit. Dabei handelt es sich um die Spende eines Wuppertaler Unternehmens.

Als Melanie Felbeck erfuhr, dass sieben modern ausgestattete Apartments im Sperrmüll landen sollten, handelte sie sofort und sprach die Besitzerfirma an. Die erklärte sich bereit, die Möbel kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dank der Leihgabe eines LKW samt Fahrers war schnell der kostenfreie Transport nach Velbert gesichert und einige Flüchtlinge sowie ehrenamtliche Helfer packten beim Ausladen mit an.
„Wenn der Status der Flüchtlinge gesichert ist, ziehen sie vom Wohnheim in Wohnungen“, erklärt Christel Bierwas von der evangelischen Gemeinde Velbert. „Dort erhalten sie von der Stadt die absolute Grundausstattung, aber ihnen fehlt es an vielem.“ Sie sollen die Möglichkeit erhalten, kostenlos die gespendeten Möbel zu übernehmen. Binnen weniger Tage haben bereits drei Küchen, zwei Sofas und eine Schrankwand die Besitzer gewechselt.
Das dreiköpfige Organisationsteam, bestehend aus Melanie Felbeck, Christel Bierwas und Susanne Körner freute sich umso mehr, dass auch Geschirr, Töpfe und Haushaltswäsche zu den Spenden gehören.
Teilweise engagieren sich die Frauen auch bei den neuen Velberter Stadtlotsen. Dies sind Ehrenamtliche, die Flüchtlingen den Start in Deutschland erleichtern. „Das macht riesig Spaß“, sagt Bierwas.
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