Nach dem Brand ihrer Gärtnerei: "Wir geben nicht auf!"

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Heike und Klaus Possienke wirken gefasst, als sie vom Neujahrsmorgen berichten. Dabei mussten sie zusehen, wie ihr Lebenswerk ein Raub der Flammen wurde. Aber sie sind sicher: „Wir geben nicht auf!“

Ortstermin im ehemaligen OBI-Markt in Hetterscheidt. Dort lagern zurzeit die Winterdienst-Materialien der Possienkes, deren Geschäft auf drei Säulen fußt: Neben dem Winterdienst bieten sie einen Hausmeisterservice und Blumen in zwei Filialen an. Eine, die Gärtnerei an der Friedhofsallee, geriet aus bislang unbekannter Ursache am frühen Neujahrsmorgen in Brand und wurde ein Raub der Flammen. Gestern waren Ermittler der Kriminalpolizei vor Ort, um die Brandursache zu ermitteln. Bis Redaktionsschluss konnten diesbezüglich keine Angaben gemacht werden.
Die Possienkes wollen sich durch den Brand nicht unterkriegen lassen. „Wir machen weiter“, lautet die Botschaft, die das Ehepaar an Kunden, aber auch Wettbewerber richtet. „Einige von ihnen rufen bereits die von uns betreuten Hausverwaltungen an und bieten ihre Dienste an“, ist Klaus Possienke sauer über solche Geschäftspraktiken. „Dank der großartigen Unterstützung von Freunden und Geschäftspartnern können wir den Betrieb des Hausmeisterservices und Gartenbaus ohne große Einschränkungen direkt weiter führen“, betont das Paar, das seit 1992 selbstständig ist und inzwischen ein Team von ca. 25 Mitarbeitern beschäftigt. So hat der Inhaber der OBI-Immobilie, auf dem Graben, dem Paar kurzerhand eine Lagermöglichkeit eingeräumt. „Auch das Blumengeschäft an der Hauptstraße ist wie gewohnt geöffnet“, betonen die Possienkes.
Den Kopf in den Sand stecken, das ist nichts für die Beiden. „Wir haben Verantwortung unseren Mitarbeitern gegenüber. Und auch wir selbst fühlen uns durch den großen Zuspruch nach dem Brand in unserem Tun bestärkt“, sagt Heike Possienke. Sie berichtet von einer Kundin, die in das Blumengeschäft an der Hauptstraße kam und weinend ihr Mitgefühl zum Ausdruck gebracht hat. „Da musste ich aufpassen, dass ich nicht zusammenbreche“, erinnert sich Heike Possienke.
Es war gegen 7.30 Uhr, als am 1. Januar das Telefon klingelte. Das Ehepaar wurde mit der Nachricht, dass ihr Betrieb brennt, aus dem Schlaf gerissen. „Wir sind in die Klamotten gesprungen und hingefahren“, erinnert sich Klaus Possienke. Und dort blieb den Beiden nichts, als zuzusehen, wie ihre Arbeitsgeräte verbrannten. Als die Feuerwehr am Morgen alarmiert wurde, stand die Gärtnerei bereits vollständig in Flammen. „Glücklicherweise konnte die Feuerwehr ein Übergreifen auf das angrenzende Wohngebäude verhindern“, ist Heike Possienke erleichtert, dass keine Menschen zu Schaden kamen. Insgesamt 56 Feuerwehrleute waren bis nachmittags im Einsatz, um den auf 600 Quadratmetern wütenden Brand zu löschen.
Jetzt gilt es, nach vorne zu blicken. Der Vermieter der Gärtnerei an der Friedhofsallee, Heinz Schneider, bestätigte gegenüber dem Stadtanzeiger: „Ja, ich will das wieder aufbauen.“ Er rechnet allerdings damit, dass dies mindestens sechs Monate in Anspruch nehmen wird.
Den Possienkes ist bewusst, dass der vor ihnen liegende Weg kein einfacher wird. „Aber wir schaffen das!“
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