Neubeginn im Velberter Tierheim

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Velbert: Langenberger Straße |

Nach zwei Jahren und zwei Monaten ist es soweit: Das Tierheim Velbert steht wieder in vollem Umfang Hunden und Katzen ohne Zuhause zur Verfügung. Nach der offiziellen, schriftlichen Freigabe seitens des Kreisveterinäramts sind bereits die ersten Bewohner in das neue Hundehaus II eingezogen.

Doppelt so große Zwinger, Wandheizung, neue Decken und Wände, dazu freundliche Farben - so präsentiert sich nun auch das zweite Hundehaus nach seinem Umbau und setzt damit gleichzeitig ein deutliches Zeichen für den Neubeginn des Velberter Tierheims.
„Nach dem kompletten Umbau des Katzenbereichs und der Komplettsanierung von Hundehaus I konnten wir schon vor rund eineinhalb Jahren teilweise öffnen“, so Angelika Kolle, stellverstretende Vorsitzende des Tierschutzvereins Velbert/Heiligenhaus, als Betreiber des Tierheims. „Jetzt sind wir alle sehr froh, mit der Sanierung des zweiten Hundehauses unsere offizielle Wiedereröffnung feiern zu können.“
Der Weg dorthin war lang und steinig. Im März 2011 war das Velberter Tierheim unter anderem auf Grund von desolaten hygienischen Verhältnissen geschlossen worden. Die Monate bis zur Wiedereröffnung waren geprägt von Neustrukturierung und viel ehrenamtlichem Arbeitseinsatz. Doch es habe sich gelohnt, so Kolle: „Wir haben in der Zeit viel Unterstützung erfahren, sei es durch Spenden von Tierfreunden, Firmen oder dem Deutschen Tierschutzbund. Und natürlich von Menschen, die einfach mit angepackt haben und jedes Wochenende auf den Baustellen verbracht haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“
16 großzügige Zwinger für Hunde stehen jetzt zur Verfügung, dazu kommen vier Isolierplätze, ein neuer, großer Katzenbereich mit Katzenquarantäne. Diese Größe ist absolut erforderlich, tummeln sich doch zurzeit rund 25 Katzen im Heim. Und auch bei den Hunden ist schon wieder viel los. „Neun Bewohner sind bereits in ihr hoffentlich vorübergehendes Zuhause eingezogen. Für Morgen haben sich nochmal drei angemeldet“, so Sabine Timmermann, stellvertretende Vorsitzende. „Und bald stehen die Sommerferien vor der Türe, da ist es wichtig, dass wir die umliegenden Tierheime endlich wieder entlasten können.“
Inzwischen schaut der Verein wieder optimistisch in die Zukunft. Die Auflagen seitens des Kreisveterinäramts, wie Behandlung der Tiere durch einen Vertragstierarzt, eine professionelle Tierheimleitung und die Umsetzung der Hygienebestimmungen kann das Tierheim nun nachweisen.
„Jetzt können wir wieder zur Tagesordnung übergehen und uns voll und ganz um die Tiere und ihre verantwortungsvolle Vermittlung kümmern, denn um die Tiere geht es ja“, so Timmermann.
Natürlich sei man immer noch auf Spendengelder angewiesen, denn allein die laufenden Tierarztkosten seien horrend, doch man habe es gemeinsam bis hierher geschafft und man sei zuversichtlich, dass der Neubeginn gelinge, so Angelika Kolle. Deshalb wird jetzt erst einmal gefeiert und zwar auf dem Sommerfest am 6. Juli im Tierheim. Hier haben alle Tierfreunde dann die Gelegenheit, sich selber ein Bild von den Veränderungen vor Ort zu machen.
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