Neue Ideen für eine schöne Pausenhalle

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Moderne, karibischer Flair oder asiatische Atmosphäre sollen in näher Zukunft den Schandfleck der Gesamtschule zum Traum einer Pausenhalle machen. Foto: Ulrich Bangert
Velbert: Gesamtschule Velbert |

Im Herbst soll der „Schandfleck“ in der Gesamtschule weg sein. Die Pausenhalle der Gesamtschule Velbert soll erneuert werden.

Velbert. Nach der Feststellung unserer Schüler ist das der größte „Schandfleck”, man hält sich dort nicht gerne auf, weiß Schulleiterin Antje Häussler. Im Wissen um die prekäre finanzielle Lage der Stadt wurden Lehrer und Schüler selbst aktiv, ein Sponsorenlauf erbrachte 15 000 Euro für die Neugestaltung. Eine Architektur-AG mit Schülern der Oberstufe gründete sich und nahm Kontakt mit der Architektenkammer auf. Im September begann das Projekt mit der Düsseldorfer Architektin Katrin Wollenweber und dem begleitenden Lehrer Stefan Kandula. Bei dem interdisziplinären Arbeiten konnte das in der Schule Gelernte sinnvoll angewendet werden: Kenntnisse in Mathematik, Soziologie und Kunst waren gefragt. Nach einer Bestandsanalyse folgte eine theoretische Phase, in der Wissen vermittelt wurde, in einem dritten Schritt wurden von drei Teams Pläne und Modelle entwickelt.

Bei Vanessa, Mert und Zürma sind Kojen aus Beton auffällig, die mit Polstern versehen sind und zum Entspannen einladen. Tische und Stühle sowie eine Theke vor dem Kiosk sollen den Aufenthalt in der Pausenhalle so angenehm wie möglich machen. Sehr asiatisch ist das Konzept der Gruppe um Lukas: Ein chinesischer Drache mit Sitzgelegenheiten ist der Hingucker, dazu ein kleiner Teich mit einem Mini-Bach und viel Bambus. Melike möchte ihre Mitschüler auf eine Insel entführen. „Bei einer Insel denkt man an Ferien - weg von der Schule.“ Ein runder Sitzkreis mit einem Mülleimer in der Mitte bezeichnet sie als „Highlight“: „Die Jungs können dann gezielt ihr Papier in den Eimer werfen.“ Ein weiterer Höhepunkt sind Sitzgelegenheiten in Form einer Welle, große Bilder mit Strandmotiven und Palmen soll das Gefühl vermitteln, als befände man sich in der Karibik.

Nun werden die Modelle in den Klassen vorgestellt, die Stufensprecher entscheiden, welcher Entwurf verwirklicht werden soll. Dann geht es konkret mit der Stadtverwaltung an die Umsetzung, die im Herbst fertig sein soll. Das erlaufene Startkapital wird nicht ausreichen, aber Gerno Böll vom Schulverwaltungsamt ist zuversichtlich, dass mit Förderanträgen noch einiges möglich ist.
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