Notarzt kommt schneller

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Dr. Arno Köster, Leiter des ärztlichen Rettungsdienstes, Kreisbrandmeister Torsten Schams, Kreisordnungsdezernent Nils Hanheide und Landrat Thomas Hendele stellten den Rettungsdienstbedarfplan vor, der unter anderem zuätzliche Rettungswagen für Velbert und Heiligenhaus vorsieht. (Foto: Ulrich Bangert)

Neuer Rettungsdienstbedarfsplan verspricht mehr Qualität

Als ein "Produkt langer Arbeit" bezeichnet Landrat Thoams Hendele den neuen Bedarfsplan für den Rettungsdienst im Kreis Mettmann. Nach der Verabschiedung im Kreistag müssen zwar noch einige Städte im Kreis zustimmen, aber jetzt kann die Umsetzung in die Wege geleitet werden.

„Das ist ein Quantensprung“, beschreibt Nils Hanheide, Ordnungsdezernent des Kreises, das neue Konzept, nachdem man festgestellt hatte, dass man was tun muss. Das Ziel, in 90 Prozent aller Fälle innerhalb von acht Minuten am Einsatzort zu sein, wird bisher nicht erreicht. „Ein umfangreicher Prozess wird in Gang gesetzt“, kündigt Hanheide an. Die Rettungsmittel werden um 26 Prozent erhöht, es wird einen sechsten Notarzt geben, der im gesamten Kreisgebiet zum Einsatz kommen soll.

„Jede Minute ist entscheidend“

Dr. Arne Köster, der Leiter des ärztlichen Rettungsdienstes, ist froh, dass der Rettungsdienst leistungsfähiger wird. „Acht Minuten ist das Planungsziel, jede Minute ist entscheidend“, weiß der Mediziner, der darauf verweist, dass es in anderen Ländern deutlich länger dauert. Er ist froh, dass die Krankenkassen zugestimmt haben, denn schließlich sind sie es, die den Rettungsdienst finanzieren. Neben dem notfallmäßigen Rettungsdienst wird der Krankentransport rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche bereit stehen. Dadurch stehen mehr Rettungswagen zur Verfügung.

„Wir werden das Berufsbild des Notfallsanitäters umsetzen“, kündigt Kreisbrandmeister Torsten Schams an. „Personal ist schwer zu bekommen.“ Um diesem Mangel zu begegnen, wird die kreiseigene Bildungsakademie die bisherigen Rettungsassistenten weiterbilden.

Sechster Notarzt für den Kreis Mettmann

Der neue Standort für den sechsten Notarzt wird in der neuen Kreisleitstelle sein, die bis 2020 neben der Kreispolizeibehörde in Mettmann entsteht. Auch die Stadt Velbert wird sich dann dort aufschließen. Landrat Hendele, gleichzeitig Chef der Kreispolizei, hält die räumliche Nähe der beiden Einsatzzentralen für ideal: „Gerade bei Großschadenslagen, wie nach dem Sturm Ela, ist das sehr sinnvoll.“
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