Per Fußkick Türen öffnen

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Den Fuß kurz unter das Heck gestreckt und gleich öffnet sich die Kofferraumklappe: Dirk Wittwer zeigt den Besuchern der langen Industrienacht an einem Konzeptfahrzeug innovative Ideen bei Automobilschließsystemen. (Foto: Ulrich Bangert)
Im Rahmen der langen Nacht der Industrie kamen rund 100 interessierte Besucher aus dem ganzen Rheinland nach Velbert zur Firma HuF. Im so genannten „Archiv“ konnten die Gäste die Schreibtische bewundern, an denen die Firmengründer Ernst Hülsbeck und August Fürst tätig waren.
„Die ersten Produkte waren kleine Schlösser für Möbel, mit denen sich die Chefs zu Fuß aufmachten, um Tischlereien zu besuchen“, wusste Unternehmenssprecherin Ute Hoppe aus den Anfangsjahren des 106 Jahre alten Unternehmens zu berichten. Mit den ersten Schlüsseln für Mercedes 1920 erfolgte der Einstieg in die Automobilindustrie, mit deren Aufschwung entwickelte sich HuF zum führenden Zulieferunternehmen für Schließsysteme.
Ausgestattet mit weißen Kitteln und einer Audioanlage, ging es gruppenweise durch den Betrieb. Die sehr interessierten Besucher blickten in die Gießerei und in die Montage und verfolgten hautnah mit, wie Schließanlagen für alle namhaften Autohersteller entstehen.
An zwei Konzeptfahrzeugen stellte Dirk Wittwer neue Entwicklungen vor: Ein kurzer Fußkick unter dem Heck des Autos, und schon öffnet sich der Kofferraum. Bei einer „keyless“-Ausstattung reicht es, wenn der Fahrer den Schlüssel in der Tasche hat und den Türgriff umfasst.
Besucherin Joana Hase-Overwood aus Düsseldorf arbeitet selbst in der Medizintechnik und findet es sehr aufregend zu sehen, wie in anderen Betrieben gearbeitet wird.
„Das ist sehr spannend, wie solche Sachen ins Auto kommen“, staunt Marten Weiseneger aus Düsseldorf, der dort in einem Chemiebetrieb beschäftigt ist. Seine Frau Christine ist ebenfalls begeistert, zu sehen, wie in den Betrieben so gearbeitet wird. Sie selbst ist bei einer Versicherung angestellt und bearbeitet dort Arbeitsunfälle und schaut etwas genauer hin. So fiel ihr sofort auf, dass Betriebsleiter Theo Oster beim Rundgang Sicherheitsschuhe trägt: „Das ist sehr löblich.“
Nach den Einblicken in die Herstellung von Autoschließanlagen gab es einen kleinen Imbiss, dann wartete der Bus auf den nächsten Betrieb. Es ging nur ein paar Kilometer weiter in die Nachbarstadt Wülfrath, wo eine ganz andere Branche auf dem Programm stand: Dort wurde die Firma Rheinkalk besichtigt.
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