Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche am Telefon

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Die Polizei im Kreis Mettmann warnt aus aktuellem Anlass vor betrügerischen Telefonanrufen, dem sogenannten "Spoofing". Dahinter verbergen sich Betrüger, die mithilfe einer vorgetäuschten Rufnummer eine falsche Identität vorgeben, um an vertrauliche Informationen zu gelangen und sich rechtswidrig zu bereichern.

Die Täter verwenden einen ausländischen Telekommunikationsanbieter, der vom Ausland eine Verbindung mit gefälschter Rufnummer aufbaut. Die Anrufe sind von
denen mit korrekter Nummer nicht zu unterscheiden. Dabei sind die in den Telefonaten dargestellten "Geschichten" vielfältig und können immer wieder abgewandelt werden. Ziel ist es, die Angerufenen dazu zu bewegen, Geldsummen mittels Ukash/ Paysafe/ WesternUnion oder ähnlicher Finanztransaktionssysteme zu transferieren.

Auch im Kreis Mettmann sind aktuell zwei solcher Fälle bekannt geworden: Sowohl bei einem 77-jährigen Ratinger als auch bei einem 80-jährigen Senior aus Mettmann meldete sich jeweils ein vermeintlicher Polizeibeamter per Telefon. Der Unbekannte gab vor, es läge eine Anzeige einer großen Verlagsgesellschaft vor. Die Angerufenen hätten bei einem Gewinnspiel des Verlags ein Auto gewonnen. Der Wagen stehe seit geraumer Zeit in der Türkei. Dadurch, dass er nicht abgeholt worden wäre, seien nun Standgebühren in Höhe von mehreren tausend Euro angefallen. Im weiteren Verlauf des Telefonats riet der angebliche Polizist den beiden Senioren, sich mit dem Verlag außergerichtlich zu einigen und die geforderte Summe zu zahlen. Nur so könnten die beiden Betroffenen die Anzeige "vom Tisch" bekommen.

Unmittelbar danach folgte der Anruf eines vermeintlichen Verlagsmitarbeiters, der die Legende aufrecht hielt und die Zahlungsmodalitäten (Geldtransfer via Western Union in die Türkei) vereinbaren wollte. Dabei gab der Unbekannte vor, dass erst nach Überweisung des Betrags der "Gewinn", das heißt das Auto im Wert von 38.000
Euro, auch abgeholt beziehungsweise überstellt werden könne.

In den vorliegenden Fällen durchschauten die beiden Rentner die Betrugsmasche und legten auf, ohne den geforderten Betrag zu überweisen.
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