Raum für das Wohnen im Alter

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Peter Lange (links), Inhaber des gleichnamigen Pflegedienstes, und Klaus Jaeger, Geschäftsführer des Spar- und Bauvereins Velbert, freuen sich über das Richtfest des „Projekts 91“. Neben dementen und pflegebedürftigen Menschen finden dort auch fitte Senioren neuen Wohnraum. (Foto: Ulrich Bangert)
Velbert: Langenberger Straße | „Wir machen unsere Bestände nicht zukunftsfähig, indem wir unsere Häuser nur in Styropor packen“, so Klaus Jaeger. Beim Richtfest des „Projektes 91“ an der Langenberger Straße 91 skizzierte der Geschäftsführer des Spar- und Bauvereins die künftigen Herausforderungen, auf die eine gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft reagieren muss.
„Die Zahl der pflegebedürftigen, älteren Menschen steigt, darauf müssen wir uns einstellen, mit Immobilien, die ausgestattet sind für die Tagespflege und die Demenzpflege“, so Jaeger. Und genau so etwas wird zurzeit an der Langenberger Straße in Velbert gebaut. Zusammen mit dem Pflegedienst Lange entsteht eine moderne, persönlich geführte Tagespflegeeinrichtung mit Zugang zu einem Erlebnisgarten. In der ersten Etage werden zwei Wohngruppen für je vier Appartements errichtet sowie ein großer Gemeinschaftsraum für Veranstaltungen.
In der darüber liegenden Etage finden fünf barrierefreie Genossenschaftswohnungen Platz, alle mit rollstuhlgerechtem Bad, Balkon, Pkw-Stellflächen und selbstverständlich einem Aufzug. Die Mieter dieser Wohnungen können ganz nach den individuellen Bedürfnissen die Pflegeangebote in Anspruch nehmen. Das Gesamtkonzept wird vom Kuratorium Deutsche Altenhilfe begleitet, für die Seniorenwohnungen ist das Gütesiegel des Kuratoriums für Betreutes Wohnen NRW beantragt.

Wohnungsbau ist ein zentrales Thema

„Rein rechnerisch haben wir keinen Handlungsbedarf beim Wohnungsbau, aber qualitativ haben wir ein Problem“, so Bürgermeister Stefan Freitag zum Wohnungsbau, ein zentrales Thema für die Stadtverwaltung. „Wir werden immer älter und damit werden die Probleme zunehmen. Früher wurden die alten Menschen häufig in den Familien gepflegt, das hat sich heute geändert“, registriert der Bürgermeister und stellt fest, dass die Wohnungswirtschaft mitzieht: „Ambulante Pflege braucht schließlich eine räumliche Umgebung, um zu wirken.“
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Sabiene Rehmann aus Velbert | 21.08.2014 | 18:27  
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