Rettet den Park! Vorstand des Parkvereins tritt zurück - Nachwuchs wird gesucht

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„Gesucht werden Menschen, die Verantwortung und Liebe für den Ortsteil Tönisheide empfinden“, sagt Monika Hülsiepen vom Bürgerverein Tönisheide.

Und die sollten sich bereit erklären, eine Aufgabe im Parkverein (offiziell: Verein der Freunde und Förderer der Parkanlage Tönisheide) zu übernehmen. „Das ist nicht sehr viel Arbeit“, betont Kurt Kampmann, bisheriger Vorsitzender, der mit seinen 71 Jahren die Geschicke in jüngere Hände legen will. So müsse der Parkvereins-Vorstand einmal jährlich eine Saubermach- und Grünschnittaktion auf die Beine stellen und „den Rest des Jahres ein Auge auf die Parkanlage“ haben, so Kampmann. Darüber hinaus sei man Ansprechpartner für die Bevölkerung in Sachen Park. Es geht also vor allem um organisatorische Aufgaben. Selbst zur Harke greifen, das ist die absolute Ausnahme.
Neben dem Vorsitzenden haben auch die Geschäftsführerin Waltraud Fischer und der stellvertretende Vorsitzende Manfred Peters angekündigt, nicht mehr zur Wahl zu stehen. Nur Kassierer Hartmut Thöne will weitermachen und sein Wissen an die Nachfolger weitergeben. Der Verein hat derzeit 87 Mitglieder, die mit ihrem Jahresbeitrag von zehn Euro zum Unterhalt des Parks beitragen.
Einige Mitglieder haben ehrenamtlich die Pflege des Parks übernommen, unter anderem mäht Peter Wiebel regelmäßig den Rasen.
„Alle, die nicht wollen, dass dieses Stück Grün bebaut wird, sind aufgefordert, sich einzubringen“, sagt Hülsiepen, die zu einem Pressetermin eingeladen hatte: „Wir wollen die Bevölkerung aufklären, bevor es zu spät ist.“
Im Jahr 2002 hatte die Familie Bender das Grundstück an der Kuhlendahler Straße als Bauland von der Stadt Velbert gekauft. Zuvor waren dort Kleingärten beheimatet gewesen. Die Familie Bender entschied sich, das Grundstück nicht zu bebauen, sondern es den Tönisheidern für 25 Jahre als Grünanlage zur Verfügung zu stellen.
Daraufhin wurde schließlich der Parkverein gegründet, Ralf Seipenbusch war der erste Vorsitzende. „Hinter dem Verein stand die Idee, dass die Tönisheider den Park als ihren betrachten und Verantwortung dafür übernehmen“, sagt Seipenbusch. Die Familie Bender gab noch eine finanzielle Starthilfe, damit der Park hergerichtet werden konnte, die Stadt Velbert stellte Laternen auf und spendiert bis heute den Strom, den sie verbrauchen. Auch die Grundschule in Tönisheide wurde mit ins Boot geholt, Schüler pflanzten Obstbäume.
Das anfänglich durchgeführte Parkfest konnte sich in der Bevölkerung nicht durchsetzen und wird deshalb seit einigen Jahren nicht mehr durchgeführt. Dafür findet alle zwei Jahre das Bürgerfest statt, das neben dem Kirchplatz auch die insgesamt 3.380 Quadratmeter große Parkfläche als Austragungsort hat.
„Jetzt geht es darum, den Park in Tönisheide zu erhalten. Das werden wir doch die restlichen 13 Jahre noch hinkriegen! Jede Hilfe ist willkommen“, sagt Hülsiepen und bemüht sich um Optimismus.

Termin

Die Jahreshauptversammlung des Vereins der Freunde und Förderer der Parkanlage Tönisheide findet am Dienstag, 24. März, um 19 Uhr im Gemeinschaftsraum Im Weierstall 7 statt.
Wenn sich dort kein neuer Vorstand findet, steht der Verein vor dem Aus und damit möglicherweise auch der Park.
Weitere Infos gibt Kurt Kampmann unter Tel. 02053/6275.
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