Runter vom Sofa und rein ins Abenteuer

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Ingo Schnappert und seine Lebensgefährtin Agnes Schäfer brechen mit dem Wohnmobil auf, um bis ans Festlandende nach Wladivostock am Japanischen Meer zu fahren.
Von Velbert nach Berlin, durch Polen und Weißrussland bis nach Moskau, von da aus weiter mit Zwischenstopps in Omsk und Novosibirsk bis hin zum Baikalsee. Und auch da ist die Tour noch nicht zu Ende, zu der Ingo Schnappert aus Velbert morgen aufbricht.
Insgesamt 33.000 Kilometer möchte er mit seiner Lebensgefährtin Agnes Schäfer im Wohnmobil zurücklegen. „Wir werden rund sechs Monate unterwegs sein“, so der reisebegeisterte Velberter. Und eins der vielen Ziele ist der 638 Kilometer lange und bis zu 50 Kilometer breite See in Sibirien, schon morgen soll es losgehen.
Für Agnes Schäfer ist es die erste Reise dieser Art. Vor allem die lange Trennung von Familie und Freunden machte sie zunächst skeptisch, inzwischen ist sie allerdings voller Vorfreude auf das „Abenteuer“. Ingo Schnappert hingegen war bereits sechs Mal in Sibirien, kennt Land und Leute und weiß dessen Gastfreundschaft zu schätzen.
„Das erste Mal war ich Anfang der 90er Jahre mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Peking unterwegs und hatte sofort den Wunsch, diesen Teil der Erde und auch die Orte drumherum einmal mit dem Wohnmobil zu erkunden.“ Diesen Wunsch hat er sich inzwischen erfüllt, nur bis zum Festlandende nach Wladivostock ist er damals nicht gekommen. „Das Straßennetz war noch nicht gut genug ausgebaut“, erklärt Schnappert. Inzwischen gebe es aber eine sichere Route und daher wolle er nun nochmal den Versuch wagen, bis zu der Großstadt am Japanischen Meer zu fahren. „Sie ist Russlands wichtigste Hafenstadt am Pazifik.“ Doch auch all die vielen kleinen Dörfer, in denen sie halten würden, hätten alle ihren Reiz. „Wir können kaum erwarten, dass es losgeht“, so das Paar.
Begleitet werden sie von einem Freund sowie einer Familie aus Hessen. „Man lernt aber auch zahlreiche Leute kennen und schließt Freundschaften“, weiß Schnappert. „Die Leute nehmen sich gerne Zeit für uns, sind interessiert und laden uns auch meistens zum Essen ein“, so seine Erfahrungen von den vergangenen Reisen.
Ganz ohne Zeitdruck möchte die Gruppe die einzelnen Orte und Sehenswürdigkeiten anfahren, ein Ereignis allerdings steht fix im Terminkalender: „Wir möchten Mitte Juli das mongolische Landesfest Nadam miterleben.“ Dabei handelt es sich um ein Sportereignis, bei dem vor allem Ringen, Bogenschießen und Pferderennen im Vordergrund stehen.
Darüber hinaus werden im Rahmen der Reise im komfortablen Wohnmobil auch Freunde und geschichtsträchtige Orte wie Jekaterinburg besucht. „Wir werden jeden Tag viele neue Eindrücke sammeln, da bleibt nur wenig Zeit, die Heimat zu vermissen“, so der Velberter. „Nur die lange Trennung von meinem Schäferhund Sharrik wird mir schwer fallen.“
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