Schlaue Knopfaugen Lieblingshaustier: Ratten.

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Die Ratte Lucy hat sich ihre Hängematte abgebaut und zum Kuscheln in ihr Haus bugsiert. Foto: Nosbers

Nicht alle können die Leidenschaft nachvollziehen. Für Jessica Schöper sind es die besten Haustiere der Welt, bei anderen rufen sie Ekel und Gänsehaut hervor.

Velbert. Ratten gehören zum Leben von Jessica Schöper und ihrem Partner wie die Luft zum Atmen. Als die beiden vor etwa drei Jahren zusammenzogen, hatte sie ihren Freund zu Weihnachten mit einem tierischen Geschenk überrascht. „Seitdem leben immer Ratten bei uns im Haushalt.“ Anfangs war die Rattendamme Emma gar nicht zutraulich. „Man muss die Ratten erst an den Menschen gewöhnen. Das dauert schon seine Zeit. „ Jessica Schöper bringt davon viel mit, und auch viel Geduld, wenn sie sich um ihre Tiere füttert. Derzeit hat sie vier Ratten, die sie miteinander versucht, zu vergessellschaften, denn die flauschigen Tiere mit dem nackten Schwanz sind Rudeltiere. Um sie zutraulich zu bekommen, füttert sie ihnen beispielsweise Nüsse aus der Hand. Dennoch „jede Ratte ist unterschiedlich und nicht jede ist kuschelig.“ Mindestens drei Tiere sollten gemeinsam gehalten werden, um eine artgerechte Haltung zu ermöglichen.

Auch die Versorgung der Tiere ist es nicht so simpel. Zwar gelten Ratten als Allesfresser, „sie dürfen aber gar nicht alles essen, beispielsweise Kopfsalat vertragen sie gar nicht“, weiß die Expertin. Für ihr Hobby haben alle ihre Freunde Verständnis, spätestens, seit sie die Fellfreunde von Jessica Schöpers einmal live beobachten konnten. „Meine Mutter war anfangs ein wenig ängstlich und ekelte sich vor dem nackten Schwanz. Mittlerweile versorgt sie aber auch die Tiere, wenn wir mal weg sind.“ Die machen nämlich nicht ganz wenig Arbeit. „Viele sagen, Ratten stinken. Aber das ist nur der Fall, wenn die Käfige nicht richtig gesäubert werden.“ Die Faszination der Tiere geht für Jessica Schöper „von den Augen aus. Wie sie dich ansehen- das ist einfach was ganz anderes als ein Hund.“

Auch, dass die intelligenten Tiere gefordert und gefördert werden müssen, damit sie sich nicht langweilen, hat es Jessica angetan. „Jedes Tier hat seinen ganz eigenen Charakter. Unsere Josy ist beispielsweise sehr schmusig. Und Emma hat ihren Lieblingsplatz auf der Fensterbank.“ Lucy hingegen ist eine echte Entdeckerin. „Sie hat ihre Hängematte abgerupft und in ihr Häuschen zum Kuscheln transportiert. Ein Leben ohne die Tiere mit den Knopfaugen ist für Jessica nicht vorstellbar. Da die Lebenserwartung der Tiere aber nur anderthalb bis drei Jahre haben, ist die gemeinsame Zeit überschaubar.

„Wenn wir noch einmal Ratten bekommen, dann wünsche ich mir, dass es Babys sind, die wir beim Groß werden begleiten können.“
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