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Kurt Wesoly mit dem Buch „Geschichte des Bergischen Landes - Bis zum Ende des alten Herzogtums 1806“.
Sich als Bürger für die Geschichte der Region, in der man lebt, zu interessieren und sich darüber zu informieren, das hält Dr. Kurt Wesoly für wichtig. Auch er selbst befasste sich intensiv mit der Geschichte des Bergischen Landes.

Das führte unter anderem dazu, dass er nun gemeinsam mit Stefan Gorißen und Horst Sassin das Buch „Geschichte des Bergischen Landes - Bis zum Ende des alten Herzogtums 1806“ herausgegeben hat. „Der Titel verrät natürlich schon, welche Zeitspanne genau erläutert wird“, so Wesoly, der in Velbert geboren und aufgewachsen ist.
Auf 768 Seiten informieren verschiedene Autoren über politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungen in der Region und zwar von den ersten schriftlichen Nachrichten bis hin zum Ende des alten Herzogtums.
„Die Beiträge sind natürlich wissenschaftlich fundiert“, sagt Wesoly. Außerdem gebe es zahlreiche Bilder aus verschiedensten Archiven.
Der Leser findet in dem chronologisch aufgearbeiteten Werk neben Überblicksartikeln zum Mittelalter und zur Frühen Neuzeit auch Informationen zu den Klöstern, zur Landwirtschaft, zum Gewerbe, zu den Schulen und zum Pietismus, als wichtige Reformbewegung im Protestantismus. „Außerdem enthält es Porträts herausragender Erinnerungsorte und wichtiger Personen.“
Die Idee, solch ein umfassendes Buch über diese „bedeutende Kulturlandschaft“ herauszugeben, stellte Kurt Wesoly schon vor langer Zeit den anderen Mitgliedern der Wissenschaftlichen Kommission des Bergischen Geschichtsvereins (BGV) vor. „Vor circa sechs Jahren fiel dann beim Vorstand die Entscheidung, dass wir es zum 150-jährigen Jubiläum des BGV herausgeben wollen“, sagt Wesoly, der inzwischen in Bonn lebt.
Zwar wurde das Jubiläum des BGV bereits im vergangenen Jahr gefeiert und das Buch konnte nicht rechtzeitig zu den Feierlichkeiten fertig gestellt werden, dennoch sei man sehr froh über die Umsetzung. „Das letzte Geschichtsbuch, das diese Region behandelt, ist nämlich von 1958“, so das langjährige BGV-Mitglied. „Es war also dringend an der Zeit, die Geschichte des Bergischen Landes mit fundierten geschichtlichen Fakten zu beleuchten.“
Es sei für die Herausgeber sehr erfreulich gewesen, so viele gute Autoren für die einzelnen Beiträge zu finden. „Ich habe bei den Recherchen und dem Lesen der einzelnen Artikel auch selber noch viel Neues dazugelernt“, sagt Kurt Wesoly.
Um diesen ersten und auch einen zweiten noch folgenden Band rund um die Geschichte des Bergischen Landes finanzieren zu können, verzichtete der BGV mit seinen 14 Abteilungen sogar auf andere Veröffentlichungen.
„Die Kosten für den Verein lagen bei rund 90.000 Euro, vom Landschaftsverband gab es außerdem eine finanzielle Unterstützung von 40.000 Euro“, sagt Wesoly. Der große Umfang erfordere nun mal eine hohe Qualität, außerdem wurde es in einer Auflage von 6.500 Exemplaren gedruckt. Erhältlich ist das Buch, das über zweieinhalb Kilogramm schwer und durch den Verlag für Regionalgeschichte in Bielefeld verlegt worden ist, im lokalen Buchhandel.
„Der zweite Band soll in rund einem Jahr erscheinen“, informiert der gebürtige Velberter. „Die Artikel liegen bereits meist vor und wurden zum großen Teil auch schon von uns Herausgebern kritisch überlesen.“
Der zweite Band wird 800 Seiten umfassen und reich bebildert sein, inhaltlich wird er an den ersten Band anknüpfen und verschiedene interessante Themen bis in die heutige Zeit aufgreifen.
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