Seltene Kunst

Anzeige
Für den großen Quilt „Shadow“ erhielt Sabina Schröder bei einer Preisverleihung in Holland die Auszeichnung „Best of Show“ . Die Arbeit für ein solches Großprojekt kann bis zu einem Jahr dauern, nebenher schafft sie es dann aber zusätzlich auch noch, kleinere Quilts, wie solche Kissen, zu erstellen.
  Ob „Shadow“, „Slowmotion“, „Step by Step“ oder „Mitternacht“ - Sabina Schröder gibt ihren Projekten stets passende Namen. Dabei handelt es sich um Quilts in den verschiedensten Farben, Formen und Größen. Und mit einigen von ihnen konnte die Langenbergerin bereits Preise gewinnen. So wurde der großformatige Wandteppich „Shadow“ in Holland mit dem Titel „Best of Show“ ausgezeichnet, mit „Slowmotion“ belegte sie außerdem bei einer Preisverleihung den ersten Platz in der Kategorie „Traditionelles“.
Und genau darauf legt Sabina Schröder auch viel Wert, dass sie traditionell arbeitet. „Ich quilte noch von Hand“, erklärt sie. „Viele lassen sich die mühsame, feine Arbeit von der Nähmaschine abnehmen. Ich verwende sie nur für das Zusammennähen der einzelnen Flicken, der Rest ist gute traditionelle Handarbeit.“ Auf der Couch oder in dem großen Arbeitszimmer, in dem zahlreiche Stoffe, Garn, begonnene Projekte und Skizzen zu finden sind, geht sie der Handarbeit nach. „Sobald ich eine Idee habe, mache ich mir sofort Notizen.“ Ein gewisses mathematisches Verständnis ist Voraussetzung, die breite und Länge der Stoffbahnen müssen natürlich berechnet werden, so dass die Einzelteile hinterher auch aneinander passen und ein schönes, teils dreidimensional wirkendes Mosaik aus Farben und Formen ergeben. „Quilten ist einfach eine unerschöpfliche Handarbeit, schon durch das Wechseln nur einer Farbe ergibt sich ein ganz neues Bild“, sagt die Langenbergerin, die durch ihre Mutter auf das inzwischen sehr zeitintensive Hobby aufmerksam wurde. „An einem großen Projekt arbeite ich teilweise bis zu einem Jahr“, verrät sie.
Rund 30 ihrer Quilts hat sie mit passenden Grafiken, Anleitungen und Tipps in dem Buch „Alles Log Cabin?“ veröffentlicht. 2016 soll eine Fortsetzung erscheinen, an der sie bereits intensiv arbeitet. „Und an Wettbewerben möchte ich auch wieder teilnehmen“, verrät Sabina Schröder, die sich gerne auch mal Anregungen auf Ausstellungen holt.
„Was mir besonders gut gefällt, ist, dass Quilten eine Handarbeit ist, die oft in der Gemeinschaft stattfindet“, so Schröder. Und so bietet die Langenbergerin nicht nur selber eine Quilt-Gruppe für Senioren in ihrem Stadtteil an und geht nach wie vor zu den VHS-Treffen bei Ute Petri, in denen sie Ende der 90er Jahre die Grundlagen für diese Handarbeit erlernte, sondern hält auch regelmäßigen Kontakt zu einer Patchwork-Gruppe in Wuppertal und zu ihren ehemaligen Kollegen und Kunden aus dem Patchwork-Laden in Krefeld, in dem sie fünf Jahre gearbeitet hat. „Gerade in diesen fünf Jahren habe ich natürlich viel dazu gelernt und mich intensiv mit den verschiedenen Stoffen auseinandergesetzt.“
Japanische Stoffe gehören zu den Favoriten der 52-Jährigen. „Sie sind besonders fein, das ist wichtig, wenn man von Hand quiltet“, erläutert sie. Außerdem bevorzugt sie gedeckte Farben. „Die Farben passen zu meinem Einrichtungsstil, schließlich habe ich meine Arbeiten als Wandteppiche, Kissen oder Tischläufer im gesamten Haus verteilt.“

Hintergrund:
-Ein Quilt ist eine Art Zierdecke, die aus vielen kleinen Stoffteilen zusammengenäht wird.
-Die Decke besteht aus mindestens zwei, in der Regel aus drei Lagen (Schauseite, Vlies als Zwischenlage und Rückseite).
-Die Arbeit lässt sich sowohl mit der Hand als auch mit einer Nähmaschine ausüben.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.