Sturmtief "Burglind": Schäden hielten sich in Grenzen

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Der Sturmschaden an der Moselstraße (Foto: Feuerwehr Heiligenhaus)
 
Die Sturmschäden in Velbert hielten sich zum Glück in Grenzen. (Foto: Feuerwehr Velbert)

Sturmtief "Burglind" zog auch über Velbert und Heiligenhaus nicht spurlos hinweg, wenn auch die Schäden des Sturms überschaubar blieben.

Zu vier witterungsbedingten Einsätzen rückte die Berufs-Feuerwehr Velbert am Mittwoch, 3. Januar, ab 7.30 Uhr aus. Zunächst galt es, einen Baum, der auf der Panner Straße in Langenberg in den Verkehrsraum ragte, zu zerteilen und so die Gefahr abzuwenden.
Dann ging es für die Einsatzkräfte zur Benderstraße, ebenfalls Langenberg. Hier hatte der Sturm eine zirka 30 Meter hohe Fichte umgeworfen und damit die Straße versperrt. Nach Hinzuziehung der Technischen Betriebe Velbert wurde vom Besitzer für die Beseitigung des Baums ein Gartenbaubetrieb beauftragt.

Zur Langenberger Straße mussten am frühen Nachmittag die Kollegen ausrücken, um wiederum einen umgefallenen und auf der Fahrbahn liegenden Baum mit einer Bügelsäge zu zerteilen und aus dem Gefahrenbereich zu ziehen.
Zum vorerst letzten Sturm-Einsatz wurden die Einsatzkräfte gegen 16.52 Uhr zur Vogteier Straße alarmiert. Dort ragte ein Baum deutlich in den Verkehrsbereich. Durch die Feuerwehr wurde dieser aus dem Korb der Drehleiter heraus zurückgeschnitten und die unmittelbare Gefahr beseitigt. Zur weiteren Beurteilung wurden hier ebenfalls die Technischen Betriebe Velbert hinzugezogen, die jedoch aufgrund der Lichtverhältnisse um diese Uhrzeit den Einsatz nicht abschließen konnten. Daher wurde die Straße bis zum Abschluss der Maßnahmen voraussichtlich am 4.1.2018 durch die Polizei gesperrt.

Viel zu tun auch in Heiligenhaus

Viel zu tun war auch für die Frauen und Männer der Feuerwehr Heiligenhaus.  "Burglind" legte einige Bäume nieder, ein Fassadenteil löste sich an der Moselstraße. Zusätzlich rückten die Einsatzkräfte zu zwei vermeintlichen Wohnungsbränden aus, die zum Glück keine waren.
Der 3. Januar begann für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bereits um 3:24 Uhr.  An der Nonnenbrucher Straße piepsten Rauchmelder, es roch verbrannt im Hausflur. Nach der Erkundung durch die ersten Kräfte stellte sich der vermeintliche Wohnungsbrand als angebrannte Pizza heraus, der Mieter war bei der Essenszubereitung eingeschlafen. Er wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung durch den Rettungsdienst behandelt. 
Nach einigen heftigen Windböen alarmierte die Leitstelle um 5:31 Uhr eine Löschgruppe auf die Ratinger Straße. In Höhe der Bushaltestelle "Werkerwald" war ein großer Ast auf die Straße gestürzt und versperrte die halbe Fahrbahn. Die Ratinger Straße war während der Arbeiten für rund 30 Minuten vollgesperrt.
Noch an der Einsatzstelle "Werkerwald" sprach ein Pendler die Einsatzkräfte an, dass am Werkerhofplatz in seinem Haus seit mehreren Minuten ein Rauchmelder piepste. Da die Arbeiten an der Ratinger Straße beendet waren, fuhren die Einsatzkräfte mit Blaulicht direkt weiter zum Werkerhofplatz. Zusätzlich wurden der Zugführer vom Dienst und der restlichen Löschzug 1 alarmiert. Die Feuerwehrleute begingen alle Etagen des Hochhauses inklusive dem Dach, stellten aber kein Piepsen mehr fest. Nach rund 15 Minuten verließen sie den Einsatzort wieder.
Im Tagesverlauf rückte der Tagesdienst zu mehreren Sturmschädenaus: Um 8:42 Uhr schickte die Leitstelle die Feuerwehr zur Kettwiger Straße. In Höhe des Reiterhofes bis zur Ruhrstraße zerlegten die Kräfte mehrere Bäume mit der Kettensäge und machten die Straße wieder befahrbar. Um 9:34 Uhr musste die Einfahrt zum Klärwerk in der Hofermühle geräumt werden, auch hier fiel ein Baum auf die Straße.
Anders gelagert war ein Einsatz um 10:50 Uhr: An der Moselstraße hatte der Wind ein Wellblechelelement von einer Hausfassade gelöst und drohte, dieses abzureißen. Mit Hilfe von Werkzeug wurde das Fassadenelement wieder befestigt und gegen Absturz gesichert. Der vorerst letzte Einsatz ereignete sich um 13:09 Uhr. An der Frankfurter Straße drohten ebenfalls mehrere Bäume auf die Straße zu stürzen. Knifflig war die Tatsache, dass eine oberirdische Stromleitung im Weg war, die zuerst vom Energieversorger stromlos geschaltet werden musste. Nach rund anderthalb Stunden rückten die Kräfte entgültig wieder ein.
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