Trotz Pöbeleien: „Wir helfen jedem“ - Jahreshauptversammlung der Velberter Feuerwehr

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Der Musikzug lockerte mit seinen Beiträgen die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Velbert auf. (Foto: Ulrich Bangert)
Velbert: Feuerwehr Velbert |

Feuerwehr ist entsetzt über Respektlosigkeit gegenüber den Kameraden

Welcher Verein kann sich bei der Jahreshauptversammlung schon über die musikalische Unterhaltung durch eine Bigband freuen? Die Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Velbert wird sogar traditionell durch den Musikzug umrahmt. Doch bevor es fröhlich-heiter losging, gab es getragene Töne: Wehrleiter Markus Lenatz gedachte würdevoll der verstorbenen Mitglieder.

Der Leiter der Feuerwehr braucht indes nicht zu befürchten, dass der Feuerwehr das Personal ausgeht. Im vergangenen Jahr kamen 52 neue Mitglieder dazu. „Auch in diesem Jahr hält der Trend weiter an“, freute sich Markus Lenatz und nannte den Grund, warum das so ist: „Ihr lebt Feuerwehr vor, dass ist der Grund, warum man zu uns kommt. Die Feuerwehr ist stark in der Bevölkerung verankert, das sieht man beim Andrang am Tag der offenen Tür und den zahlreichen Stadtfesten mit Beteiligung der Feuerwehr.“
Das Engagement der ehrenamtlichen Brandbekämpfer ist groß und geht weit über die Einsätze hinaus. Um im Notfall immer schnell und wirkungsvoll helfen zu können, trainieren die Kameraden alle 14 Tage den Ernstfall und haben sich darüber hinaus im vergangenen Jahr in über 18.000 Stunden weitergebildet. Als Dank sei ihnen ein Kameradschaftsabend gegönnt, modernisierte Sporträume in den Wachen Velbert und Langenberg tragen ebenfalls zur Motivation bei. Technisch bleibt die Wehr auf dem Laufenden, neben einem neuen Rettungswagen wurde ein neues Löschfahrzeug an den Tönisheider Zug überreicht, der Digitalfunk löst zum Ende des Jahres den antiquierten anlogen Sprechfunk ab.

„Die Sorge und Hilfe für andere Menschen ist ein wertvolles Kapital“

Das Einsatzspektrum im vergangenen Jahr reichte vom brennenden Mülleimer bis zum Großbrand. „Ihr habt hervorragende Arbeit geleistet“, lobte Markus Lenatz nicht nur das Vorgehen bei dem Flammeninferno auf Gut Hixholz. Die Tatsache, dass sich bei den teilweise gefährlichen Einsätzen Kameraden nur leicht verletzt hatten, wertet der Wehrleiter als Beweis von Vorsicht, Umsicht und einer hohen Qualität der Arbeit.
„Die Sorge und Hilfe für andere Menschen ist ein wertvolles Kapital“, zitierte Dirk Lukrafka den ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss. Obwohl die Feuerwehr in Velbert sehr positiv besetzt ist, zeigte sich der Bürgermeister verwundert, was es da für einen Tumult im Einsatz gab, als Feuerwehrangehörige übel angegangen wurden. „Die immer häufigeren Bedrohungen, gerade hier in Velbert, machen uns fassungslos“, so der stellvertretende Kreisbrandmeister Mirko Braunheim. „Wenn Kameraden angepöbelt und Rettungswagen beschmiert werden, zeugt das von einer großen Respektlosigkeit. Trotzdem schätzen wir jeden Bürger – egal welche Herkunft oder Religion er hat.“
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