Velberter dreht mit "Scars of Xavier" seinen ersten Spielfilm

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(Foto: Sascha Goldbach)
 
(Foto: Sascha Goldbach)
Ein Serienkiller mit dem Namen Xavier, der sich tagsüber unauffällig verhält und nachts seine Opfer sucht - damit befasst sich der Velberter Kai E. Bogatzki seit inzwischen zwei Jahren sehr intensiv. Klingt zunächst schon ein wenig merkwürdig, ist aber durchaus nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass der 30-Jährige gerade seinen ersten Spielfilm dreht, der von genau diesem mysteriösen Xavier handelt.

"Ich muss allerdings zugeben - so komisch es auch klingen mag - dass ich mich schon immer sehr für Serienmörder interessiert habe", sagt Bogatzki. Verschiedene Morde Anfang der 90-er Jahre in Amerika oder auch ähnliche Taten in Deutschland - Was treibt die Täter dazu? Welche Gedanken haben sie? Fragen, die auch bei seinem aktuellen Filmprojekt eine wichtige Rolle spielen und den Zuschauer packen sollen.

"Ich arbeite selbstständig als Regisseur, Drehbuchautor und Editor und habe neben verschiedenen Aufträgen bereits drei eigene Kurzfilme fertig gestellt", informiert Kai E. Bogatzki, der eine Grundausbildung zum Mediengestalter an einer privaten Einrichtung in Köln abgeschlossen hat. "Schon lange war es mein Wunsch, auch Mal einen eigenen Spielfilm zu drehen." Und genau diesen Wunsch lässt er mit seinem Film "Scars of Xavier" (Xaviers Narben) nun wahr werden. Neben vielen Stunden Arbeit, steckt vor allem auch Fantasie und Kreativität in dem Drehbuch, dass der Velberter innerhalb von drei Monaten geschrieben hat. "Die einzelnen Ideen kamen mir in den unterschiedlichsten Situationen. Einmal bin ich beispielsweise mit dem Auto von Essen nach Velbert unterwegs gewesen und in Bredeney fiel mir plötzlich ein, auf welche Weise Xavier eines seiner Opfer umbringen könnte."

Und wenn seine Gedanken erst einmal beim Film sind, lässt er sich auch nicht so leicht davon abhalten. So schrieb er das Ende der Geschichte inmitten einer feierfreudigen Runde. "Auf dem großen Familienfest zum 85. Geburtstag meines Großvaters hatte ich wieder einen guten Einfall, also musste ich sofort mein Tablet rausholen und alles notieren."

Skurriler Protagonist sucht sich seine Opfer


Genaue Einzelheiten zu "Scars of Xavier" möchte Kai E. Bogatzki natürlich noch nicht verraten, aber einige Informationen lässt er sich entlocken: Der Horror-Film handelt von dem unauffälligen Xavier, der tagsüber in Prag in einer Waschstraße arbeitet und der nachts seine Opfer sucht, um sie auf verschiedenste Weisen zu ermorden. "Manche Opfer fallen ihm durch Zufall in die Hände, andere sucht er sich gezielt aus und beobachtet sie einige Zeit, bevor er sie ermordet." Nie halte es die skurrile Hauptfigur lange in einer Stadt aus, so sei es auch möglich, dass die jahrelange Mordserie vertuscht werden kann. Zu einem potentiellen Opfer hat Xavier aber eine ganz besondere Verbindung; Gefühle, die er so bis dato nicht kannte...

Inzwischen ist ein Großteil der Szenen schon im Kasten, verrät der junge Drehbuchautor und Regisseur. "Die ersten zehn Drehtage waren im Juni. Außerdem waren wir mit einer kleinen Crew auch schon in Prag, um die Außenaufnahmen zu drehen." Weitere Drehtage sind für Oktober und November angesetzt und im Anschluss beginnt für Kai E. Bogatzki die Arbeit am Schnittrechner. "Ich denke, dass wird nochmal ein gutes halbes Jahr Arbeit sein, bevor ich richtig zufrieden bin", sagt der Velberter, der überwiegend nachts schneidet, weil er sich dann am besten konzentrieren kann. Mit dem fertigen Spielfilm möchten er und sein Co-Produzent Sascha Goldbach dann zu verschiedenen Filmfestivals; natürlich in der Hoffnung, einen Vertrieb zu finden, der "Scars of Xavier" in den Handel bringt. "In Sascha habe ich nicht nur einen Produzenten gefunden, der mich finanziell unterstützt, sondern auch einen guten Freund."

Generell habe er inzwischen ein gutes Netzwerk aus Freunden und geschätzten Kollegen in der Branche, die zum Teil auch an dem Film beteiligt sind. In Marc Engel hat Kai E. Bogatzki seines Erachtens den optimalen Schauspieler für die Hauptrolle gefunden. "Schon früh habe ich Marc gefragt, ob er sich vorstellen kann, Xavier zu spielen", so der 30-Jährige. "Er war sofort begeistert und hat sich intensiv vorbereitet." Der Schauspieler stieg zudem auch als Produzent mit in das Film-Projekt ein. Gemeinsam hätten sie die Figur bis ins kleinste Detail geformt, informiert Bogatzki. "Marc hat sogar zehn Kilogramm abgenommen, da wir uns Xavier als dürren Typen vorgestellt haben." Außerdem habe sich der Schauspieler für einige Tage komplett abgeschottet und ebenso wie der Protagonist Tagebuch geschrieben, um sich in die Rolle einzufinden.

Weiterhin sind circa zehn Schauspieler - wie unter anderem Daniele Rizzo - Statisten, Kamera-Männer, Kamera-Assistenten, Masken-Bildner, Ton-Assistenten, Set-Runner und viele weitere Leute beteiligt. "Immer verlassen kann ich mich auch auf die Unterstützung meiner Freundin Vanessa. Und in meiner Mutter habe ich sowieso meinen größten Fan", sagt Kai E. Bogatzki.

Weitere Informationen zu dem Film und zu Kai E. Bogatzki finden Interessierte unter www.facebook.com/scarsofxavier/.
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